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Neuigkeiten

Multiples Myelom: Hartmut Goldschmidt und Leo Rasche sprechen in der KML-Podcastreihe über Behandlungserfolge

Beim Multiplen Myelom vermehren sich bösartig veränderte Immunzellen unkontrolliert im Knochenmark und setzen große Mengen nicht funktionsfähiger Antikörper frei. Anfangs haben Betroffene kaum Beschwerden, in fortgeschrittenen Stadien klagen Patient:innen über abnehmende Leistungsfähigkeit, ihre Knochenschmerzen sind oft Hinweise auf Frakturen und es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Dank neuer Diagnose- und Therapiemethoden hat sich die Prognose vieler Patient:innen in den letzten 35 Jahren deutlich verbessert. Wie es dazu kam und wo wir heute stehen -diesen Fragen geht Peter Borchmann als Gastgeber der KML-Podcastreihe im Gespräch mit Hartmut Goldschmidt und Leo Rasche nach.

Rückblick auf 30 Jahre Myelom-Forschung: Was haben wir erreicht?

Im Podcast geht es darum, wie sich die Behandlung des Multiplen Myeloms in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Während die Therapie vor rund 35 Jahren auf wenige, nur begrenzt wirksame Medikamente beschränkt war und die mittlere Lebenserwartung bei etwa drei Jahren lag, führten neue Ansätze wie Hochdosistherapien und Stammzelltransplantationen zu deutlich besseren Ergebnissen – bis hin zu langanhaltenden Remissionen. Im Gespräch wird nachgezeichnet, welche wissenschaftlichen und klinischen Hürden dabei überwunden werden mussten und wie konsequente klinische Studien dazu beigetragen haben, dass das Multiple Myelom heute für viele Betroffene deutlich besser beherrschbar ist.

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Multiples Myelom: T-Zell aktivierende Immuntherapie auf dem Weg in die Erstlinie?

Im vorherigen Podcast wurde gemeinsam mit Hartmut Goldschmidt zurückgeblickt und gezeigt, wie sich die Therapie des Multiplen Myeloms in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt verbessert hat. Daran knüpft diese Folge an – diesmal mit Blick nach vorn: Peter Borchmann spricht mit Leo Rasche aus Würzburg über T-Zell-aktivierende Immuntherapien wie CAR-T-Zelltherapien und bispezifische Antikörper. Im Zentrum steht, wie diese Verfahren das Immunsystem gezielt gegen Myelomzellen lenken und warum sich die krankhaft vermehrten Plasmazellen durch passende Zielstrukturen besonders gut für solche modernen Ansätze eignen.

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Multiples Myelom: GMMG-HD9/DSMM XVIII – Studienteilnahme jetzt für mehr Betroffene möglich

In der klinischen Studie GMMG-HD9/DSMM XVIII wird eine Erhaltungstherapie (Maintenance) nach Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation beim neu diagnostizierten Multiplen Myelomuntersucht. Verglichen werden zwei Ansätze: Iberdomid allein versus Iberdomid plus Isatuximab (zusätzlicher Antikörper, unter die Haut gespritzt). Ziel ist herauszufinden, ob die Kombination zu einem tieferen Ansprechen und längerer krankheitsfreier Zeit führen kann. 

Wichtiges Update (seit Anfang Dezember 2025):
Die Studie steht nun auch Patientinnen und Patienten offen, die ihre Quadruplet-Induktionstherapie und die autologe Stammzelltransplantation außerhalb der Vorgängerstudie GMMG-HD8/DSMM XIX erhalten haben.Damit können mehr Betroffene grundsätzlich für eine Teilnahme in Frage kommen – vorausgesetzt, die Vorbehandlung entsprach den genannten Kriterien (Quadruplet-Schema, in der Regel 4–6 Zyklen, ggf. mit kurzer Konsolidierung). 

Wenn Sie sich für die Studie interessieren: Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum an, ob die Teilnahme zeitlich und anhand Ihrer Vorbehandlung möglich ist.

Prof. Goldschmidt: Prophylaxe von Krankheiten beim Multiplen Myelom

Wer am Multiplen Myelom erkrankt ist, hat ein erhöhtes Risiko für Infektionen und andere Begleiterkrankungen. Prof. Hartmut Goldschmidt erklärt im folgenden Video, welche vorbeugenden Maßnahmen Patientinnen und Patienten schützen können. Von Impfungen über die Vermeidung von Infektionsquellen bis hin zur frühzeitigen Erkennung von Komplikationen – die richtige Prophylaxe kann die Lebensqualität deutlich verbessern und den Therapieerfolg unterstützen.

Multiples Myelom: Etabliertes Krebsmedikament könnte Immuntherapie wieder wirksam machen

Forschende der Technische Universität München (TUM) berichten über einen vielversprechenden Ansatz in der Krebsbehandlung: Ein bereits zugelassenes Krebsmedikament (Carfilzomibkann offenbar dazu beitragen, dass Immuntherapien wieder besser wirken.

Immuntherapien unterstützen das eigene Abwehrsystem dabei, Krebszellen gezielt zu erkennen und zu bekämpfen. Allerdings entwickeln Tumorzellen im Laufe der Erkrankung häufig Strategien, um sich vor dem Immunsystem zu „verstecken“ oder es zu bremsen. Die Forschenden konnten nun zeigen, dass ein bekanntes Medikament diese Schutzmechanismen teilweise aufheben kann.

Besonders interessant: Da das Medikament bereits zugelassen ist, könnten Kombinationstherapien möglicherweise schneller in klinischen Studien geprüft werden.

Auch für Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom ist diese Forschung von Bedeutung, da Immuntherapien – wie Antikörpertherapien, CAR-T-Zellen oder bispezifische Antikörper – zunehmend eine wichtige Rolle spielen.

Wichtig zu wissen: Die Ergebnisse stammen aus der Forschung. Ob und wann solche Therapieansätze in der Praxis eingesetzt werden, muss in weiteren Studien geprüft werden.

Multiples Myelom: Immunzellen im Knochenmark beeinflussen Prognose

Das Immunsystem im Knochenmark spielt eine größere Rolle beim Multiplen Myelom, als bisher angenommen.

Eine aktuelle wissenschaftliche Studie zeigt: Nicht nur die Eigenschaften der Myelomzellen selbst, sondern auch die Zusammensetzung der Immunzellen im Knochenmark kann beeinflussen, wie die Erkrankung verläuft.

Forschende haben das Knochenmark von Myelom-Patient:innen sehr genau untersucht und festgestellt, dass bestimmte Immunzellen mit einer besseren oder schlechteren Prognose zusammenhängen. Das bedeutet: Wie „fit“ oder verändert das Immunsystem im Knochenmark ist, kann Auswirkungen auf das Rückfallrisiko und die Überlebenschancen haben.

Diese Erkenntnisse helfen, das Multiple Myelom besser zu verstehen. Langfristig könnten sie dazu beitragen, die Erkrankung genauer einzuschätzen und neue Behandlungsansätze zu entwickeln, die gezielt auch das Immunsystem stärken.

👉 Was das konkret für Patient:innen bedeutet und warum diese Forschung so wichtig ist, erklären der Beitrag im Deutschen Ärzteblatt.

 

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