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Neuigkeiten

Multiples Myelom: Therapie mit CAR-T & bispezifischen Antikörpern: Was kommt auf mich zu?

CAR-T-Zellen und bispezifische Antikörper zählen zu den modernen Immuntherapien beim Multiplen Myelom und haben die Behandlungsmöglichkeiten in den vergangenen Jahren deutlich erweitert. Doch wie unterscheiden sich die beiden Verfahren, wie laufen die Behandlungen ab und mit welchen Nebenwirkungen müssen Patientinnen und Patienten rechnen?

In einem Video der Strube Stiftung erläutert Privatdozentin Dr. Giesen vom Robert Bosch Krankenhaus im Gespräch mit Karin Strube anschaulich die wichtigsten Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Themen sind unter anderem die CAR-T-Zellherstellung und -gabe, die Eindosierung bispezifischer Antikörper, mögliche Immunreaktionen und neurologische Nebenwirkungen sowie das längerfristig erhöhte Infektionsrisiko.

Auch praktische Fragen kommen zur Sprache: Was bedeuten die Therapien für Alltag, Beruf, Sport und Ernährung? Wie kann sich die Lebensqualität nach der Behandlung entwickeln? Und wie lange können die neuen Immuntherapien wirken?

Ein informatives Gespräch für Menschen mit Multiplem Myelom und ihre Angehörigen, das die komplexen Therapieverfahren verständlich erklärt und zugleich einen Einblick in den Behandlungsalltag gibt.

Zucker und Antibiotika: Welche Auswirkungen hat die Kombination auf das Darmmikrobiom?

Antibiotika können das Darmmikrobiom, also die Gemeinschaft der Mikroorganismen im Darm, deutlich verändern. Eine aktuelle Studie bei Menschen mit hämatologischen Krebserkrankungen nach einer Stammzelltransplantationdeutet darauf hin, dass eine hohe Zuckeraufnahme diese Veränderungen möglicherweise zusätzlich verstärken kann. Besonders zugesetzter Zucker und zuckerreiche Getränke standen mit einer geringeren Vielfalt der Darmbakterien und einer stärkeren Vermehrung bestimmter Enterokokken in Zusammenhang.

Die Ergebnisse könnten auch für Patient:innen mit Multiplem Myelom von Interesse sein, da Antibiotika und Stammzelltransplantationen bei der Behandlung eine Rolle spielen können. Wichtig ist jedoch die vorsichtige Einordnung: Die Studie zeigt zunächst einen Zusammenhang. Sie beweist nicht, dass weniger Zucker während einer Antibiotikatherapie das Darmmikrobiom schützt oder Komplikationen verhindert.

Weitere Studien müssen klären, welche Bedeutung Ernährung, Zucker und Antibiotika für das Darmmikrobiom von Krebspatient tatsächlich haben und ob sich daraus künftig konkrete Empfehlungen ableiten lassen.

MGUS: Onkopedia-Leitlinie aktualisiert

Was bedeutet eine Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) – und wann sind weitere Untersuchungen oder Verlaufskontrollen wichtig? Die im September 2026 aktualisierte Onkopedia-Leitlinie fasst den aktuellen Wissensstand zu Diagnostik, Risikoeinschätzung und Überwachung zusammen.

Neu berücksichtigt werden unter anderem die Monoklonale Gammopathie mit klinischer Signifikanz (MGCS) sowie aktuelle Entwicklungen beim Hochrisiko-Smoldering-Myelom. Damit wird die sorgfältige Abgrenzung zwischen MGUS, Smoldering Myelom und behandlungsbedürftigen Erkrankungen noch wichtiger.

Neue Daten zu modernen Myelomtherapien

Auf der Jahrestagung 2026 der International Myeloma Society (IMS) in Glasgow wurden neue, ermutigende Ergebnisse zu modernen Therapien beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom vorgestellt.

In einer kleinen Gruppe der CARTITUDE-2-Studie waren fünf Jahre nach einer einmaligen CAR-T-Zell-Therapie mit Cilta-cel noch 10 von 20 Patient am Leben und ohne Fortschreiten der Erkrankung – ohne weitere Erhaltungstherapie.

Auch für die Kombination aus Teclistamab und Daratumumab wurden neue Daten präsentiert. Eine modellbasierte Analyse der Phase-3-Studie MajesTEC-3 deutet darauf hin, dass eine frühe Behandlung bei einem Teil der Patient zu einer langfristig sehr guten Krankheitskontrolle beitragen könnte. Diese Hochrechnungen müssen jedoch durch weitere Langzeitbeobachtungen bestätigt werden.

Klinische Studien bei Krebs: Chancen verstehen, informiert entscheiden

Klinische Studien können Menschen mit Krebs Zugang zu neuen Behandlungsansätzen ermöglichen – doch wann kommt eine Teilnahme infrage und was bedeutet sie konkret? In der Wissensreihe „Im Fokus“ spricht Marco Ammer mit Dr. Mridul Agrawal, Arzt, Wissenschaftler und Gründer von iuvando, sowie mit Fluky, die selbst an einer frühen klinischen Studie teilnimmt. Das Gespräch beleuchtet Teilnahmevoraussetzungen, Sicherheit und Aufsicht, räumt mit verbreiteten Mythen rund um Placebos und das vermeintliche „Versuchskaninchen“ auf und erklärt unter anderem Korbstudien und Shared Decision Making. Auch die Rolle von KI bei der Suche nach Studien sowie gute Gründe, sich gegen eine Teilnahme zu entscheiden, kommen zur Sprache.

 

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