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Krankheitsbild

©iStock.com/Nemes Laszlo

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung bestimmter Abwehrzellen, der Plasmazellen. Plasmazellen befinden sich vor allem im Knochenmark und bilden normalerweise Antikörper, die uns vor Infektionen schützen. Beim Myelom entartet eine Plasmazelle, vermehrt sich unkontrolliert und verdrängt gesunde Knochenmarkzellen. Dadurch können die normale Blutbildung und die Immunabwehr gestört werden.

Krankheitsbild

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung bestimmter Abwehrzellen, der Plasmazellen. Plasmazellen befinden sich vor allem im Knochenmark und bilden normalerweise Antikörper, die uns vor Infektionen schützen. Beim Myelom entartet eine Plasmazelle, vermehrt sich unkontrolliert und verdrängt gesunde Knochenmarkzellen. Dadurch können die normale Blutbildung und die Immunabwehr gestört werden.

Was passiert im Körper?

Myelomzellen können Beschwerden und Organschäden auf verschiedene Weise verursachen:

  • Im Knochenmark: Gesunde Blutbildung wird verdrängt. Das kann zu Blutarmut (Anämie) mit Müdigkeit und Leistungsabfall führen. Auch die Infektanfälligkeit kann steigen.
  • In den Knochen: Myelomzellen können den Knochenabbau fördern. Das führt zu KnochenschmerzenKnochenschwäche (Osteoporose) und im Verlauf zu Brüchen, häufig an Wirbeln, Rippen oder Becken.
  • In den Nieren: Bestimmte Eiweißbestandteile (z. B. sogenannte Leichtketten) und/oder ein erhöhter Kalziumspiegel können die Nieren belasten.
  • Im Blut: Oft wird ein messbares Eiweiß gebildet, das sogenannte M-Protein (Paraprotein). Es ist ein Antikörper oder Antikörperbruchstück, schützt aber häufig nicht zuverlässig vor Infektionen.

Typische Anzeichen (oft unspezifisch)

Nicht jede Person hat alle Symptome. Häufige Hinweise können sein:

  • Knochenschmerzen, besonders im Rücken, in Rippen oder Hüfte
  • Müdigkeit, Schwäche, Kurzatmigkeit (z. B. durch Anämie)
  • Häufige Infekte oder Infekte, die ungewöhnlich schwer verlaufen
  • Nierenprobleme (manchmal zunächst ohne deutliche Beschwerden)
  • Starker Durst, Übelkeit, Verwirrtheit – möglich bei erhöhtem Kalzium

Plasmozytom und Multiples Myelom – was ist der Unterschied?

Ein Plasmozytom ist ein lokaler Tumor aus Plasmazellen (z. B. in einem Knochen). Das Multiple Myelom ist dagegen eine systemische Erkrankung, bei der typischerweise das Knochenmark und oft mehrere Knochenregionen betroffen sind. Die Einordnung ist wichtig, weil sich Diagnostik und Behandlung unterscheiden können.

Das folgende Video erklärt, wie ein Multiples Myelom im Körper entsteht, was dabei genau passiert und welche Auswirkungen ein Multiples Myelom auf den Stoffwechsel hat.

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