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Mineralstoffe

© iStock.com/ayo888

Mineralstoffe sind lebenswichtige Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Dazu gehören zum Beispiel Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium und Phosphor. Sie unterstützen unter anderem Knochen, Muskeln, Nerven, den Wasserhaushalt und die Energieversorgung des Körpers.

Mineralstoffe über die Ernährung

Bei einer ausgewogenen Ernährung wird der Bedarf an Mineralstoffen meist über Lebensmittel gedeckt. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht dazu geeignet, ein Multiples Myelom zu behandeln oder dessen Verlauf günstig zu beeinflussen. Auch für die Vorbeugung oder Behandlung von Krebs gibt es keinen belegten Nutzen durch frei verkäufliche Mineralstoffpräparate.

Wann eine Ergänzung sinnvoll sein kann

Eine Ergänzung kann sinnvoll sein, wenn ein Mineralstoffmangel ärztlich festgestellt wurde oder besondere medizinische Gründe vorliegen. Beim Multiplen Myelom ist dabei besondere Vorsicht wichtig: Erkrankung, Nierenfunktion, Durchfälle, Medikamente und begleitende Behandlungen können den Mineralstoffhaushalt beeinflussen.

Vorsicht bei Selbstmedikation

Mineralstoffpräparate können unerwünschte Wirkungen haben oder die Behandlung beeinträchtigen. Besonders bei eingeschränkter Nierenfunktion sollten Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium oder Phosphat nicht eigenständig ergänzt werden. Auch erhöhte Kalziumwerte können beim Multiplen Myelom vorkommen und müssen ärztlich abgeklärt werden.

Informationen zu einzelnen Mineralstoffen

Auf den folgenden Seiten finden Sie allgemeine Informationen zu einzelnen Mineralstoffen, ihren Aufgaben im Körper, natürlichen Lebensmittelquellen sowie möglichen Folgen eines Mangels oder Überschusses. Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.

Kalium

  • Funktion: Kalium sorgt für das Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt und spielt eine große Rolle bei der Regulation des Blutdrucks. Außerdem unterstützt es die Funktion der Nerven und ist an der Aufrechterhaltung der Gewebsspannung beteiligt. Kalium unterstützt auch die Wirkung einiger Enzyme.
  • Vorkommen: Enthalten in Obst (speziell Bananen), Trockenfrüchten, Pilzen, Kartoffeln und Hülsenfrüchten.
  • Mangel: Vor allem ein starker Schweißverlust und Durchfälle können einen Kaliummangel nach sich ziehen. Er äußert sich in Form von Muskelschwäche, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Krämpfen und Stimmungsschwankungen. Auch Darmträgheit, ein niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen können die Folgen sein.
  • Überdosierung: Ein leichter Kaliumüberschuss geht häufig mit Müdigkeit, Schwäche und Hörstörungen einher. Schwere Überdosierungen bergen die Gefahren von Blutdruckabfall und Verwirrtheitszuständen.

Kalzium

  • Funktion: Kalzium ist ein wichtiger Baustein für die Knochen und das menschliche Skelett. Kein anderer Mineralstoff kommt in größeren Mengen im Körper vor. Der Mineralstoff unterstützt außerdem die Reizübertragung von Muskeln und Nerven. Auch Haut und Zähne profitieren von einer ausreichenden Kalziumversorgung.
  • Vorkommen: Enthalten in Milch, Milchprodukten, Hartkäse, Nüssen, Vollkornprodukten, Spinat, Sesam, Broccoli, Bananen.
  • Mangel: Ein leichter Kalziummangel kann zu Müdigkeit, Muskelkrämpfen und einer erhöhten Blutungsneigung führen.
    Schwere Mängel erhöhen das Risiko für Osteoporose, Herzrhythmusstörungen und Rachitis.
  • Überdosierung: Es kann zu Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Blähungen, Verstopfung und zu Herzrhythmusstörungen kommen. Außerdem kann ein Kalziumüberschuss Nierensteine begünstigen.

Gut zu wissen: Die Aufnahme von Kalzium ist vor allem auch vom Vitamin-D-Status abhängig! Bei Zufuhr von Oxalsäure und Phosphorsäure wird die Aufnahme verringert.

Magnesium

  • Funktion: Magnesium aktiviert verschiedene Enzyme und fördert das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven. Magnesium gilt als leistungsfördernd bzw. leistungserhaltend, was auf die positive Wirkung auf den Muskel zurückzuführen ist. Das Mengenelement unterstützt die Muskelkontraktion. Übrigens: Der größte Anteil des körpereigenen Magnesiums befindet sich im Skelett und in den Muskeln selbst. Das Mengenelement gilt als Antagonist zu Kalzium.
  • Vorkommen: Enthalten in grünem Gemüse, Kartoffeln, Nüssen und Kernen, Obst, Milch, Leber, Geflügel, Fisch, Vollkorngetreide und speziellen Mineralwässern.
  • Mangel: Ein Magnesiummangel verringert die Stressresistenz und führt zu Muskel- und Leistungsschwäche, Nervosität, bis hin zu Depressionen. Auch die Herzgesundheit wird in Mitleidenschaft gezogen, was sich in Form von Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen und Herzerkrankungen bemerkbar macht.
  • Überdosierung: Wegen der abführenden Wirkung von Magnesium können bei einer Überdosierung Durchfälle auftreten. Werden große Mengen von Magnesiumpräparaten aufgenommen, kann es zu einer Erhöhung der Serumkonzentration von Magnesium kommen – zu einer sogenannten Hypermagnesiämie. Auf diese kann der Körper mit Vergiftungssymptomen reagieren und Störungen im Nerven- und Herzkreislaufsystem auslösen.

Natrium

  • Funktion: In "Kooperation" mit Kalium regelt Natrium den Wasserhaushalt im Körper. Es ist wichtig für die Übertragung von Nervenimpulsen und sorgt für einen reibungslosen Herzrhythmus. Außerdem ist Natrium für die Muskelarbeit wichtig.
  • Vorkommen: Enthalten in salzhaltigen Lebensmitteln.
  • Mangel: Mangelerscheinungen sind eher selten und kommen fast ausschließlich bei einseitigen Diäten, hohem Schweißverlust oder Durchfällen vor. Die unmittelbaren Auswirkungen sind Blutdruckabfall, Herzjagen, Apathie, Übelkeit, Erbrechen und Schwindelgefühle.
  • Überdosierung: Ein zu hoher Natrium- oder Kochsalzkonsum begünstigt Bluthochdruck, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigt.

Phosphor

  • Funktion: Phosphor sorgt für die reibungslose Energieversorgung der Zellen. Gemeinsam mit Kalzium bildet Phosphor einen wichtigen Bestandteil von Knochen und Zähnen.
  • Vorkommen: Sowohl tierische, als auch pflanzliche Lebensmitteln enthalten Phosphor in ausreichender Menge.
  • Mangel: Phosphor ist in vielen Lebensmitteln enthalten, weshalb ein Mangel sehr selten vorkommt. Schwere Mangelernährung mit einem Phosphordefizit mündet in einer allgemeinen körperlichen Schwäche durch Alkoholmissbrauch, Fasten oder Essstörungen wie Magersucht.
  • Überdosierung: Ein Phosphor-Überschuss geht häufig mit einem Kalzium-Mangel einher. Dieses Ungleichgewicht kann zu einer verringerten Knochenfestigkeit führen.
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