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Sport und Bewegung

© iStock.com/gvardgraph

Sport, Bewegung und körperliche Aktivität bei Multiplem Myelom

Bewegung kann auch mit Multiplem Myelom ein wichtiger Teil des Alltags sein. Sie ersetzt keine medizinische Behandlung, kann diese aber sinnvoll ergänzen. Regelmäßige, gut angepasste körperliche Aktivität kann helfen, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, Muskeln zu stärken und die Lebensqualität zu unterstützen. Viele Menschen profitieren außerdem bei Erschöpfung (Fatigue), Stimmung, Schlaf und dem Umgang mit Belastungen während oder nach einer Therapie. 

Beim Multiplen Myelom ist besonders wichtig: Die Erkrankung und ihre Behandlung können Knochen, Nerven, Blutwerte und das Immunsystem beeinflussen. Deshalb gibt es kein Sportprogramm, das für alle passt. Art, Dauer und Intensität der Bewegung sollten an die persönliche Situation angepasst sein – etwa an Beschwerden, Knochenveränderungen, Sturzrisiko, Polyneuropathie, Blutarmut, Infektanfälligkeit oder die aktuelle Therapiephase. 

Ein guter Einstieg können kleine, regelmäßige Bewegungseinheiten sein, beispielsweise Spaziergänge, leichte Kräftigungsübungen, Mobilisation, Gleichgewichtsübungen oder Bewegungsangebote unter fachlicher Anleitung. Entscheidend ist nicht Höchstleistung, sondern eine Aktivität, die sicher ist, Freude macht und im Alltag umsetzbar bleibt. Auch Menschen, die bisher wenig aktiv waren, können von kleinen Schritten profitieren.

Bei bekannten Knochenläsionen, Schmerzen, eingeschränkter Belastbarkeit oder Unsicherheit ist eine ärztliche und gegebenenfalls physiotherapeutische beziehungsweise sporttherapeutische Einschätzung besonders wichtig. Spezialisierte onkologische Sport- und Bewegungsangebote können dabei helfen, ein geeignetes Training zu finden. Über das Netzwerk OnkoAktiv gibt es beispielsweise wohnortnahe zertifizierte Angebote und Beratungsstellen. 

Auf dieser Seite finden Sie Informationen, Interviews, Podcasts und weiterführende Angebote rund um Bewegung und Sport bei Multiplem Myelom.

Sport und Bewegung – ein Leitfaden

Lange Zeit galt Sport bei Krebs als tabu – heute wissen wir: Bewegung ist ein zentraler Bestandteil der Therapie. Dr. Nora Zoth zeigt in ihrem Vortrag auf dem DLH-Patientenkongress 2025 eindrucksvoll, wie gezieltes Training vor, während und nach der Behandlung nicht nur Nebenwirkungen lindern, sondern auch Lebensqualität und Überlebenschancen verbessern kann. Besonders bei Erschöpfung (Fatigue) oder Nervenschädigungen (Polyneuropathie) kann Bewegung effektiv helfen. Der Beitrag gibt praktische Empfehlungen und stellt moderne Konzepte wie die OTT®-Bewegungstherapie vor.

Sport, Bewegung und Krebs

Bewegung, Sport und körperliche Aktivität spielen eine wichtige Rolle während und nach einer Krebserkrankung. Auch beim Multiplen Myelom kann gezielte Bewegung helfen, Nebenwirkungen zu lindern, das Wohlbefinden zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern. Studien zeigen: Wer sich regelmäßig bewegt, fühlt sich oft kraftvoller, ausgeglichener – und unterstützt den eigenen Körper aktiv im Umgang mit der Erkrankung.

Doch was ist möglich? Was ist sinnvoll? Und wo finde ich passende Angebote?

Die folgende Broschüre des NCT Heidelberg und des Universitätsklinikums Heidelberg gibt einen Überblick über aktuelle Erkenntnisse, stellen hilfreiche Materialien vor – und zeigen Wege auf, wie Bewegung trotz Erkrankung ganz individuell gelingen kann.

Onkologische Sport- und Bewegungsangebote

Regelmäßige körperliche Aktivität kann nicht nur helfen, den Heilungsprozess zu unterstützen, sondern auch die Nebenwirkungen der Krebstherapie zu lindern.

Über das „Netzwerk OnkoAktiv“ erhalten Betroffene bedarfsorientierte Sportangebote in zertifizierten Einrichtungen. Hier erhalten Betroffene mit komplexen Nebenwirkungen und hohem Beratungsbedarf Informationen und Zugang zu speziellen Trainingsmöglichkeiten.

Kleine Schritte, große Wirkung - Bewegung bei Krebs

Wussten Sie, dass Bewegung nachweislich den Therapieverlauf im Kontext von Krebserkrankungen begünstigen kann?

Die Bewegungstherapie ist inzwischen ein wichtiger Bestandteil in der ganzheitlichen Behandlung von onkologischen Patient:innen. Ziel der Bewegungstherapie ist es, Patient:innen zu motivieren aktiv zu sein, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten bzw. zu fördern und insbesondere einen Bewegungsmangel vorzubeugen - alles angepasst an die individuellen Möglichkeiten und Bedürfnisse.

Im folgenden Podcast gibt Anne Kollikowski, Sport- und Therapiewissenschaftlerin am CCC Mainfranken aus dem Team der Komplementären Onkologie Integrativ (KOI), Einblicke in die Themen Bewegung und körperliche Aktivität bei Krebserkrankungen. Denn: Bewegung fördert einen günstigen Therapieverlauf und wirkt sich positiv auf die Lebensqualität aus, die häufig durch chronische Erschöpfung, Schlafstörungen und andere Nebenwirkungen wie beispielsweise Polyneuropathien beeinträchtigt ist.

Online-Infoabend "Bewegung trotz Krebs" mit Sportwissenschaftler Dr. Thorsten Schmidt

Eine Krebserkrankung stellt einen in jeder Hinsicht belastenden Einschnitt für die Betroffenen dar. Patient*innen sind nicht nur körperlich, sondern auch seelisch stark geschwächt. An Sport denken da die wenigsten. Vielfältige Untersuchungen belegen jedoch, dass eine patientengerechte, regelmäßige sportliche Betätigung die Verträglichkeit der Krebsbehandlung und die Genesung verbessern kann.

Darf ich auch während der Krebsbehandlung Sport machen? Worauf sollte ich achten? Welche Sportart ist für mich geeignet? Wo finde ich spezielle Bewegungsangebote für Krebspatienten? Diese und weitere Fragen beantwortet PD Dr. Thorsten Schmidt, Sportwissenschaftler und Leiter Supportivangebote Sport- und Bewegungstherapie am Krebszentrum Nord des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel.

Dies ist die Aufzeichnung des Online-Informationsabends, der am 16. Juni 2020 via GoToMeeting stattgefunden hat.

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