
Gürtelrose entsteht durch das Varizella-Zoster-Virus, das nach einer Windpockenerkrankung im Körper bleibt und bei geschwächtem Immunsystem wieder aktiv werden kann.
Menschen mit Multiplem Myelom haben ein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch bestimmte Myelomtherapien können Gürtelrose begünstigen. Deshalb kann je nach Behandlung eine vorbeugende antivirale Therapie sinnvoll sein.
Typisch sind brennende oder stechende Schmerzen, Kribbeln und später ein einseitiger, oft bandförmiger Ausschlag mit Bläschen. Bei Verdacht auf Gürtelrose sollte zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden – besonders bei Befall von Gesicht, Auge oder Ohr, Fieber, starken Schmerzen oder laufender Myelomtherapie.
Zur Vorbeugung empfiehlt die STIKO die Gürtelrose-Impfung mit einem Totimpfstoff für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ab 18 Jahren. Der passende Zeitpunkt sollte mit dem behandelnden Team abgestimmt werden.
Gürtelrose - Symptome von Herpes Zoster erkennen
Eine Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst und beginnt oft mit grippeartigen Symptomen. Erst nach einigen Tagen tritt der charakteristische Hautausschlag auf, dessen Aussehen sich im Laufe der Erkrankung verändern kann. Zudem erscheint er, entgegen der landläufigen Meinung, nicht immer gürtelförmig und in Bereich von Leiste, Rücken oder Bauch. Stattdessen kommt es dort zum Ausschlag, wo Nervenstränge von der Infektion betroffen sind. Gürtelrose kann also durchaus auch im Gesicht, am Bein oder am Auge zu juckendem Hautausschlag führen.
Wie sieht eine Gürtelrose aus, kann eine Gürtelrose auch ohne Ausschlag auftreten und wie unterscheidet sich der Hautausschlag im Frühstadium und Endstadium? Der folgende Beitrag bietet eine Hilfestellung, um Herpes Zoster leichter zu erkennen.
Gürtelrose-Impfung bei Erwachsenen
Gürtelrose (Herpes zoster) wird wie Windpocken (Varizellen) durch Varizella-Zoster-Viren verursacht. Die meisten Erwachsenen ab einem Alter von 50 Jahren haben in ihrem Leben die Windpocken durchgemacht. Dabei nisten sich Viren im Körper in den Nervenzellen ein. Wenn das Immunsystem – beispielsweise im Alter – schwächer wird, können die Viren wieder aktiv werden und einen schmerzhaften Ausschlag, die Gürtelrose (Zoster), hervorrufen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose mit einem Totimpfstoff:
- allen Personen ab 60 Jahren.
- allen Personen ab 50 Jahren, deren Immunsystem durch Krankheit oder Behandlung geschwächt ist.
- allen Personen ab 50 Jahren mit Grunderkrankungen wie Diabetes, rheumatoider Arthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) und Asthma.
Steckbrief Aciclovir
Aciclovir wird lokal und systemisch zur Behandlung oder Vorbeugung von Infektionen mit dem Herpes-simplex-Virus (HSV) Typ 1 und 2 sowie mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV) angewendet. Die Haupteinsatzgebiete sind Lippenherpes (Herpes labialis), Genitalherpes (Herpes genitalis), Gürtelrose (Herpes zoster) und Windpocken. Zudem wird das Virostatikum bei Herpes-simplex-Enzephalitis, Zoster ophthalmicus und Herpes neonatorum (eine akute Primärinfektion des Neugeborenen mit HSV) angewendet.