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Monoklonale Antikörper

© iStock.com/Naeblys

Monoklonale Antikörper sind zielgerichtete Immuntherapien beim Multiplen Myelom. Sie erkennen bestimmte Oberflächenmerkmale auf Myelomzellen oder Immunzellen und können dadurch das Immunsystem bei der Bekämpfung der Erkrankung unterstützen. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Daratumumab, Isatuximab und Elotuzumab. Sie werden meist mit weiteren Myelom-Medikamenten kombiniert und je nach Wirkstoff als Infusion oder Injektion unter die Haut gegeben. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Infusions- oder Injektionsreaktionen, Infektionen, Müdigkeit, Fieber und Veränderungen der Blutwerte.

Daratumumab (Darzalex®)

Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Er richtet sich gegen CD38, ein Merkmal auf der Oberfläche vieler Myelomzellen. Durch die Bindung an CD38 kann Daratumumab das Immunsystem dabei unterstützen, Myelomzellen zu erkennen und zu zerstören.

Daratumumab wird meist in Kombination mit anderen Myelom-Medikamenten eingesetzt, zum Beispiel mit Bortezomib, Lenalidomid, Pomalidomid, Carfilzomib und/oder Dexamethason. Es kann sowohl bei neu diagnostiziertem Multiplen Myelom als auch bei Rückfall oder Fortschreiten der Erkrankung eine Rolle spielen.

Die Gabe erfolgt je nach Behandlungsschema als Infusion in die Vene oder als Injektion unter die Haut. Besonders zu Beginn achtet das Behandlungsteam auf mögliche Reaktionen während oder nach der Gabe.

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Infusions- oder Injektionsreaktionen, Infektionen, Müdigkeit, Fieber, Rückenschmerzen und Veränderungen der Blutwerte. Daratumumab kann außerdem bestimmte Bluttests vor Transfusionen beeinflussen. Deshalb sollte medizinisches Personal wissen, dass eine Behandlung mit Daratumumab erfolgt oder erfolgt ist.

Isatuximab (Sarclisa®)

Isatuximab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Er richtet sich gegen CD38, ein Merkmal auf der Oberfläche vieler Myelomzellen. Dadurch kann das Immunsystem Myelomzellen besser erkennen und angreifen.

Isatuximab wird meist mit anderen Myelom-Medikamenten kombiniert, zum Beispiel mit Pomalidomid und Dexamethason, Carfilzomib und Dexamethason oder Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason. Es kann je nach Situation in der Erstbehandlung oder bei Rückfall beziehungsweise Fortschreiten der Erkrankung eingesetzt werden.

Die Gabe erfolgt als Infusion in die Vene. Zusätzlich ist in der EU eine Gabe unter die Haut mit einem On-Body-Injektor zugelassen.

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Reaktionen während oder nach der Gabe, Infektionen, Atembeschwerden, Durchfall, Übelkeit und Veränderungen der Blutwerte. Wie andere Anti-CD38-Antikörper kann Isatuximab außerdem bestimmte Bluttests vor Bluttransfusionen beeinflussen.

Elotuzumab (Empliciti®)

Elotuzumab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Er richtet sich gegen SLAMF7, ein Merkmal auf Myelomzellen und bestimmten Immunzellen. Dadurch kann Elotuzumab das Immunsystem dabei unterstützen, Myelomzellen anzugreifen.

Elotuzumab wird nicht allein, sondern in Kombination mit anderen Myelom-Medikamenten eingesetzt, zum Beispiel mit Lenalidomid oder Pomalidomid und Dexamethason. Es kommt vor allem bei bereits vorbehandeltem Multiplem Myelom infrage.

Die Gabe erfolgt als Infusion in die Vene. Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Infusionsreaktionen, Infektionen, Durchfall, Lungenentzündung, Gürtelrose, Blutgerinnsel und Veränderungen der Blutwerte oder Leberwerte.

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