Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Zurück ins Leben

© iStock.com/Maya23K

Zurück ins Leben – in Ihrem eigenen Tempo

Mit einem Multiplen Myelom zu leben, verändert vieles: den Alltag, den Blick auf die Zukunft, Beziehungen, Arbeit und eigene Pläne. Nach der Diagnose, während der Therapie oder auch in einer stabilen Phase kann es Zeit brauchen, wieder Vertrauen in den eigenen Körper und in das Leben zu entwickeln.

„Zurück ins Leben“ bedeutet nicht, dass alles wieder genauso werden muss wie vorher. Es kann auch heißen, den Alltag neu zu gestalten, eigene Bedürfnisse ernster zu nehmen und Schritt für Schritt herauszufinden, was guttut und Kraft gibt.

Es gibt keinen richtigen Weg

Manche Menschen möchten nach der Behandlung möglichst schnell wieder aktiv werden. Andere brauchen zunächst Ruhe, Rückzug oder Unterstützung bei kleinen Alltagsschritten. Beides ist in Ordnung.

Auch Gefühle wie Angst, Erschöpfung, Unsicherheit, Trauer oder Wut können dazugehören. Sie sind keine Schwäche, sondern verständliche Reaktionen auf eine belastende Erkrankung und ihre Folgen. Wichtig ist, sich damit nicht allein zu fühlen.

Unterstützung annehmen kann entlasten

Gespräche mit vertrauten Menschen, anderen Betroffenen oder Fachpersonen können helfen, Gedanken zu sortieren und neue Perspektiven zu finden. Psychoonkologische Beratung kann unterstützen, wenn Sorgen, Ängste oder Belastungen den Alltag stark bestimmen.

Auch Selbsthilfegruppen – vor Ort oder digital – bieten Raum für Erfahrungen, Fragen und gegenseitige Ermutigung. Dort begegnen Sie Menschen, die viele Situationen aus eigener Erfahrung kennen.

Eigene Kraftquellen entdecken

Was Halt gibt, ist sehr persönlich: Bewegung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, Zeit in der Natur, kreative Aktivitäten, soziale Kontakte, Musik, Entspannungsübungen oder kleine feste Rituale im Alltag.

Es kann hilfreich sein, sich keine zu großen Ziele zu setzen. Kleine Schritte zählen: einen Spaziergang machen, wieder ein Treffen wahrnehmen, eine Aufgabe erledigen oder bewusst einen schönen Moment erleben. Fortschritt ist nicht immer sofort sichtbar.

Alltag, Familie und Beruf neu gestalten

Eine Myelom-Erkrankung betrifft häufig auch Partnerschaft, Familie, Freundschaften und das Berufsleben. Offen über Bedürfnisse und Grenzen zu sprechen, fällt nicht immer leicht – kann aber Missverständnisse vermeiden und Unterstützung ermöglichen.

Manchmal verändern sich Rollen in der Familie oder der Wunsch nach Nähe und Rückzug. Auch die Rückkehr in den Beruf kann viele Fragen aufwerfen. Sozialberatung, Rehabilitation und Gespräche mit dem Behandlungsteam können helfen, passende Möglichkeiten zu finden.

Erfahrungen, die Mut machen können

Die persönlichen Berichte auf dieser Seite zeigen unterschiedliche Wege mit dem Multiplen Myelom. Sie erzählen von schweren Zeiten, Rückschlägen, Hoffnung, neuen Prioritäten und kleinen Lichtblicken.

Diese Erfahrungen können Anregung und Ermutigung sein. Sie ersetzen jedoch keine medizinische Beratung und müssen nicht zum eigenen Weg passen. Jede Erkrankung, jede Behandlung und jedes Leben sind anders.

Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen

Es ist in Ordnung, Hilfe anzunehmen, Fragen zu stellen und Zeit zu brauchen. Nutzen Sie Angebote, die Ihnen guttun – etwa Selbsthilfe, psychoonkologische Unterstützung, Beratung oder den Austausch mit Angehörigen und anderen Betroffenen.

Der Weg zurück ins Leben kann viele Formen haben. Entscheidend ist nicht, wie schnell er geht, sondern dass er zu Ihnen passt.

Mut, Angst, Hoffnung: Ein ehrlicher Erfahrungsbericht zum Multiplen Myelom

Peter Lienhard berichtet im selpers-Interview, wie die Diagnose Multiples Myelom sein Leben verändert hat – und wie er Schritt für Schritt wieder Vertrauen, Alltag und Lebensfreude zurückgewonnen hat.

Offen erzählt er von Behandlung, Höhen und Tiefen, Ängsten und dem, was ihm Halt gibt: Unterstützung, Austausch und neue Prioritäten. Ein berührender Beitrag, der Mut macht und zeigt, dass „Zurück ins Leben“ ganz individuell aussehen darf.

Das Multiple Myelom - Hand in Hand mit der Angst

Plötzlich ist er da - der Krebs

Die Diagnose einer Krebserkrankung löst bei fast allen Menschen und ihren Angehörigen starke emotionale Reaktionen aus. Ängste sind dabei zunächst, und dann immer wieder, das vorherrschende Gefühl.

Aus der psychologischen Forschung um „­ kritische Lebensereignisse“ wissen wir, dass Erschütterungen oder Brüche in der Kontinuität unseres Lebens sehr oft als bedrohliche Veränderung wahrgenommen werden.

Eine Betroffene beschreibt beispielhaft, was sie in dem Moment der Diagnosemitteilung erlebte: „Plötzlich schwirrten Gedanken ans Sterben in meinem Kopf herum, meine Pläne wurden brutal über den Haufen geworfen und alles schrie nach Veränderung, die ich nicht wollte. Mein Atem stockte und unangenehme Vorahnungen ließen mich erst innerlich zittern, dann schnürten sich mir Hals und Kehle zu.“

Diese Broschüre soll Ihnen mit psychoonkologischen Informationen und Anregungen einen neuen Blick auf Ängste eröffnen, insbesondere auf die bei Krebserkrankungen. Sie  zeigt Ihnen Wege der Angstbewältigung auf, die Sie dabei unterstützen sollen, sich wieder wohler und sicherer zu fühlen.

Zurück ins Leben – Ein Erfahrungsbericht von Gabi

„Gebt niemals auf!“ – Mit diesen Worten richtet sich Gabriele Marien an alle Menschen, bei denen ein Multiples Myelom diagnostiziert wurde. Nach ihrer eigenen schweren Krankheitsreise hat sie ihre Erfahrungen, Gedanken und ganz persönlichen Tipps in einem ehrlichen und ermutigenden Ratgeber zusammengefasst.

Sie berichtet von Rückschlägen, Hoffnung und kleinen Lichtblicken – und davon, wie wichtig Unterstützung, Information und Eigeninitiative sind.

Ein Erfahrungsbericht, der Mut macht und zeigt: Der Weg zurück ins Leben ist möglich.

„Zurück zu dir“ – Ein persönlicher Weg mit dem Multiplen Myelom

In der ersten Folge des neuen GSK-Video-Podcasts spricht Klaus Eisenbeisz offen über sein Leben mit dem Multiplen Myelom. Seit 2013 lebt er mit der Erkrankung und hat mehrere Rückfälle erlebt – und dennoch Schritt für Schritt zurück zu sich selbst gefunden. Gemeinsam mit ihm wirft das GSK-Team einen Blick auf die „ZURÜCK ZU DIR“-Karten und zeigt, wie kleine Impulse in belastenden Zeiten neue Kraft geben können. Auch die Bedeutung guter Information und aktiver Mitwirkung an Therapieentscheidungen wird eindrucksvoll deutlich – für einen selbstbestimmten Weg mit der Erkrankung.

Multiples Myelom: Kirsten erzählt ihre Geschichte

Kirsten, 66 Jahre und Mutter von 2 erwachsenen Kindern erhielt 2015 ihre Diagnose. Wie sie mit ihrer Krankheit bis heute umgegangen ist, erzählt sie uns im folgenden Beitrag.

top