
Ernährung als Teil von Alltag und Lebensqualität
Essen und Trinken sind mehr als reine Nährstoffaufnahme: Sie können Kraft geben, Genuss ermöglichen und ein Stück Alltag und Lebensqualität erhalten. Beim Multiplen Myelom können Erkrankung und Behandlung jedoch Einfluss auf Appetit, Gewicht, Geschmack, Verdauung oder das Essen selbst haben.
Ernährung an die persönliche Situation anpassen
Eine ausgewogene Ernährung ist grundsätzlich ein gutes Ziel. Entscheidend ist jedoch nicht, starren Regeln zu folgen, sondern die Ernährung an die persönliche Situation anzupassen. Bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Gewichtsverlust, Schluckbeschwerden oder anderen Belastungen kann eine individuelle ernährungstherapeutische Beratung hilfreich sein. Sie kann dabei unterstützen, Mangelernährung frühzeitig zu erkennen, Kraft und Gewicht möglichst zu erhalten und passende Lösungen für den Alltag zu finden.
Vorsicht bei Krebsdiäten und Nahrungsergänzungsmitteln
Spezielle „Krebsdiäten“ oder einseitige Ernährungsformen werden nicht allgemein empfohlen. Sie können das Risiko erhöhen, zu wenig Energie oder wichtige Nährstoffe aufzunehmen. Auch Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Mineralstoffe sollten nicht ohne Rücksprache eingenommen werden, da sie je nach Präparat und Behandlung unerwünschte Wirkungen oder Wechselwirkungen haben können.
Informationen und praktische Unterstützung
Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen, praktische Hinweise und weiterführende Angebote rund um Ernährung bei Krebs und beim Multiplen Myelom – von allgemeinen Grundlagen über den Umgang mit Beschwerden bis zu Fragen rund um Nahrungsergänzungsmittel und Lebensmittelsicherheit.
Ernährung bei Krebs: Neue Broschüre für Hämatologie und Onkologie
Ernährung kann während einer Krebserkrankung eine wichtige unterstützende Rolle spielen.
Die neue Informationsbroschüre „Ernährungsmedizin in der Hämatologie und Onkologie“ der Medizinischen Universität Lausitz – Carl Thiem bietet Patient:innen und Angehörigen praktische Orientierung für den Alltag: von der passenden Lebensmittelauswahl über den Umgang mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Mundtrockenheit, Geschmacksveränderungen oder Gewichtsverlust bis hin zu besonderen Situationen wie einer Stammzelltransplantation.
Die Broschüre zeigt, wie kleine Anpassungen beim Essen und Trinken helfen können, Beschwerden zu lindern und den Ernährungszustand möglichst stabil zu halten. Sie ersetzt keine individuelle Ernährungsberatung, kann aber als verständliches Nachschlageheft dabei unterstützen, Fragen gezielter mit dem Behandlungsteam zu besprechen.
Warum ist Ernährung bei Krebs wichtig?
Eine Krebserkrankung und ihre Behandlung können Appetit, Verdauung, Geschmacksempfinden und Stoffwechsel beeinflussen. Eine angepasste Ernährung kann helfen, den Ernährungszustand zu unterstützen und Beschwerden im Alltag besser zu bewältigen.
Gibt es eine spezielle Krebsdiät?
Die Broschüre ordnet ein, dass es nicht die eine allgemeingültige Krebsdiät gibt. Wichtig ist eine bedarfsgerechte, verträgliche Ernährung, die zur jeweiligen Situation passt.
Welche Beschwerden werden in der Broschüre behandelt?
Die Broschüre gibt Hinweise unter anderem bei Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Mundtrockenheit, Geschmacksveränderungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Kau- und Schluckbeschwerden sowie Gewichtsverlust.
Wann ist eine individuelle Ernährungsberatung sinnvoll?
Eine persönliche Beratung kann besonders bei Gewichtsverlust, anhaltenden Beschwerden, komplexen Ernährungssituationen oder nach Operationen im Magen-Darm-Trakt hilfreich sein.
Essen während und nach einer Krebserkrankung
Essen während und nach einer Krebserkrankung
Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erschöpfung oder Veränderungen von Geruch und Geschmack können das Essen während und nach einer Krebserkrankung erschweren.
Praktische Ideen für den Alltag
Die Themenwelt von Chefkoch und yeswecan!cer bietet einfache, gut verträgliche Rezeptideen und Tipps für Tage mit wenig Energie. Im Mittelpunkt stehen Genuss, alltagstaugliches Kochen und eine Ernährung, die sich an den jeweiligen Bedürfnissen orientiert.
Ernährung bei und nach Krebs
Essen und Trinken können während und nach einer Krebstherapie eine wichtige Unterstützung im Alltag sein. Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit oder Geschmacksveränderungen können die Ernährung jedoch erschweren.
Wichtig ist keine starre „Krebsdiät“, sondern eine Ernährung, die zur persönlichen Situation passt. Bei Problemen kann eine qualifizierte Ernährungsberatung helfen, Kraft, Gewicht und Lebensqualität möglichst zu erhalten.
Mehr praktische Informationen, Tipps und weiterführende Angebote finden Sie im Beitrag der Stiftung Perspektiven: Ernährung bei und nach Krebs.
Klinische Ernährung in der Onkologie: Was sagt die neue S3-Leitlinie (01/2026)?
Essen und Trinken können während einer Krebserkrankung zur Herausforderung werden – zum Beispiel bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust oder Schluckbeschwerden. Die neue S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ (Lang- und Kurzversionversion 1.0, Januar 2026) fasst zusammen, was wissenschaftlich gut belegt ist und welche Maßnahmen Betroffene sinnvoll unterstützen können.
In unserem Beitrag erklären wir verständlich, wann ernährungstherapeutische Unterstützung hilfreich ist, welche Ziele im Vordergrund stehen (z. B. Kraft erhalten, Mangelernährung vermeiden) und warum pauschale „Krebsdiäten“ oft mehr schaden als nützen können.
Ernährung bei Krebserkrankungen - Ihr Ernährungsbegleiter bei Krebs
Sie sind an Krebs erkrankt und fragen sich, was Sie jetzt essen sollen? Sie haben Beschwerden beim oder durchs Essen? Sie sind verunsichert, weil man so viele widersprüchliche Empfehlungen findet? Damit sind Sie nicht alleine. Das Team von was-essen-bei-krebs.de hat deshalb für Sie in dieser Broschüre die wichtigsten Grundlagen zu Ernährung bei Krebs, kompakte Tipps zur Linderung von Beschwerden und Antworten auf häufige Fragen zusammengestellt.