Daratumumab ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Er bindet an CD38, ein Eiweiß auf der Oberfläche vieler Myelomzellen. Dadurch kann das Immunsystem die Krebszellen besser erkennen und angreifen.
Wann wird Daratumumab eingesetzt?
Daratumumab kann in verschiedenen Behandlungssituationen eingesetzt werden, zum Beispiel bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom oder bei einem Rückfall. Es wird häufig mit anderen Myelom-Medikamenten kombiniert, etwa mit Lenalidomid, Bortezomib, Pomalidomid, Carfilzomib oder Dexamethason. Welche Kombination geeignet ist, entscheidet das behandelnde hämatologisch-onkologische Team.
Laut aktueller Fachinformation ist Daratumumab außerdem als Monotherapie für erwachsene Patient mit schwelendem Multiplem Myelom (Smoldering Myeloma) zugelassen, wenn ein hohes Risiko besteht, dass sich daraus ein behandlungsbedürftiges Multiples Myelom entwickelt. Ob diese Behandlung infrage kommt, muss individuell durch das Behandlungsteam geprüft werden.
Wie wird Daratumumab gegeben?
Daratumumab kann als Infusion in die Vene oder als subkutane Injektion unter die Haut verabreicht werden. Die subkutane Form ist nicht zur intravenösen Anwendung bestimmt.
Die ersten vier subkutanen Gaben sollen durch medizinisches Fachpersonal erfolgen. Danach kann die Anwendung unter bestimmten Voraussetzungen auch durch die betroffene Person selbst oder durch eine Betreuungsperson erfolgen – nach entsprechender Schulung, wenn das Behandlungsteam dies für geeignet hält und eine medizinische Nachsorge bei Bedarf gewährleistet ist.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem Reaktionen während oder nach der Gabe, Infekte, Müdigkeit, Fieber, Atemwegsbeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden sowie Veränderungen der Blutwerte. Beschwerden sollten dem Behandlungsteam mitgeteilt werden, besonders bei Fieber, Atemnot, starker Verschlechterung, Blutungszeichen oder anderen Warnzeichen.
Wichtig zu wissen
Daratumumab kann bestimmte Bluttests beeinflussen. Informieren Sie daher Ärzt, Klinikpersonal und Blutbank, dass Sie Daratumumab erhalten oder erhalten haben – besonders, wenn eine Bluttransfusion geplant ist.