Körperliche Aktivität und Sport bei Multiplem Myelom
Das übergeordnete Ziel körperlicher Aktivität ist es, die Lebensqualität zu verbessern und zu stabilisieren sowie therapiebedingten Nebenwirkungen entgegenzuwirken. Die Behandlung des Multiplen Myeloms erfolgt meist durch (Hochdosis-) Chemotherapie und/oder einer Stammzelltransplantation und kann unterschiedliche Nebenwirkungen hervorrufen. Ziele der körperlichen Aktivität sind, eventuell auftretende Infekte und Nebenwirkungen der Therapie möglichst zu verhindern oder zu reduzieren. Die Muskelmasse und Muskelkraft sollen erhalten werden, um so die körperliche Leistungsfähigkeit zu stabilisieren. Darüber hinaus wird durch regelmäßiges Training die Lungenfunktion verbessert, was das Risiko, eine Lungenentzündung zu entwickeln, reduzieren kann. Erschöpfung, Übelkeit und Erbrechen und weitere therapiebedingte Nebenwirkungen können ebenfalls positiv beeinflusst werden. Darüber hinaus ist körperliche Bewegung gut für die Seele!
Broschüre: "Bewegung und Sport bei Krebs"
Bewegung und Sport bei Krebs? Lange hielt man diese Kombination für risikoreich. Inzwischen ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Bewegung und Sport den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.
Kann mein Körper diese Belastung aushalten? Wird Sport meine Krankheit nicht noch verschlimmern? Können nicht sogar Metastasen ausgelöst werden? Fragen, die sich manch ein Betroffener vielleicht stellt.
Aber Bewegung und Sport tun gut. Zu viel Ruhe führt dagegen zu Folgeerkrankungen – zum Beispiel schwächt sie den gesamten Bewegungsapparat und das Herz-Kreislauf-System – und schadet somit mehr, als sie nützt.