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Neuigkeiten

MGUS: Onkopedia-Leitlinie aktualisiert

Was bedeutet eine Monoklonale Gammopathie unklarer Signifikanz (MGUS) – und wann sind weitere Untersuchungen oder Verlaufskontrollen wichtig? Die im September 2026 aktualisierte Onkopedia-Leitlinie fasst den aktuellen Wissensstand zu Diagnostik, Risikoeinschätzung und Überwachung zusammen.

Neu berücksichtigt werden unter anderem die Monoklonale Gammopathie mit klinischer Signifikanz (MGCS) sowie aktuelle Entwicklungen beim Hochrisiko-Smoldering-Myelom. Damit wird die sorgfältige Abgrenzung zwischen MGUS, Smoldering Myelom und behandlungsbedürftigen Erkrankungen noch wichtiger.

Neue Daten zu modernen Myelomtherapien

Auf der Jahrestagung 2026 der International Myeloma Society (IMS) in Glasgow wurden neue, ermutigende Ergebnisse zu modernen Therapien beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom vorgestellt.

In einer kleinen Gruppe der CARTITUDE-2-Studie waren fünf Jahre nach einer einmaligen CAR-T-Zell-Therapie mit Cilta-cel noch 10 von 20 Patient am Leben und ohne Fortschreiten der Erkrankung – ohne weitere Erhaltungstherapie.

Auch für die Kombination aus Teclistamab und Daratumumab wurden neue Daten präsentiert. Eine modellbasierte Analyse der Phase-3-Studie MajesTEC-3 deutet darauf hin, dass eine frühe Behandlung bei einem Teil der Patient zu einer langfristig sehr guten Krankheitskontrolle beitragen könnte. Diese Hochrechnungen müssen jedoch durch weitere Langzeitbeobachtungen bestätigt werden.

Klinische Studien bei Krebs: Chancen verstehen, informiert entscheiden

Klinische Studien können Menschen mit Krebs Zugang zu neuen Behandlungsansätzen ermöglichen – doch wann kommt eine Teilnahme infrage und was bedeutet sie konkret? In der Wissensreihe „Im Fokus“ spricht Marco Ammer mit Dr. Mridul Agrawal, Arzt, Wissenschaftler und Gründer von iuvando, sowie mit Fluky, die selbst an einer frühen klinischen Studie teilnimmt. Das Gespräch beleuchtet Teilnahmevoraussetzungen, Sicherheit und Aufsicht, räumt mit verbreiteten Mythen rund um Placebos und das vermeintliche „Versuchskaninchen“ auf und erklärt unter anderem Korbstudien und Shared Decision Making. Auch die Rolle von KI bei der Suche nach Studien sowie gute Gründe, sich gegen eine Teilnahme zu entscheiden, kommen zur Sprache.

Neues Patienten-Handbuch Multiples Myelom 2026 erschienen

Die überarbeitete und ergänzte Ausgabe des Patienten-Handbuchs Multiples Myelom 2026 ist erschienen. Das Handbuch richtet sich an Patient:innen, Angehörige und Interessierte und bietet verständliche Informationen rund um Erkrankung, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und den Umgang mit dem Multiplen Myelom im Alltag. Die aktuelle Auflage wurde vom Heidelberger Myelomzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg und NCT Heidelberg mit Unterstützung verschiedener Selbsthilfeorganisationen, darunter Myelom.Online e. V., überarbeitet. Ziel ist es, Betroffene gut zu informieren und sie im Gespräch mit dem behandelnden Ärzteteam zu unterstützen.

Qualität statt Quantität: Neue Erkenntnisse zu CAR-T-Zellen

Forschende aus Heidelberg und Berlin haben Hinweise darauf gefunden, dass bei CAR-T-Zelltherapien nicht nur die Menge der verabreichten Zellen zählt, sondern vor allem deren Qualität. Bestimmte besonders wirksame CAR-T-Zellen könnten entscheidend dafür sein, wie gut eine Therapie anspricht. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

Was bedeutet das für Myelompatient?
CAR-T-Zelltherapien sind auch beim wiederkehrenden oder schwer behandelbaren Multiplen Myelom eine wichtige moderne Behandlungsoption. Die neuen Erkenntnisse ändern die Behandlung derzeit nicht unmittelbar. Sie könnten aber künftig helfen, CAR-T-Zellprodukte besser zu bewerten und Therapien gezielter zu planen.

 

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