Rezidiviertes oder refraktäres multiples Myelom – CHMP-Zulassungsempfehlung für Elrexfio (Wirkstoff Elranatamab)
Der Ausschuss für Humanarzneimittel der Europäischen Zulassungsbehörde (CHMP) empfiehlt die Zulassung von Elrexfio (aktive Substanz ist Elranatamab) der Firma Pfizer für die Behandlung eines rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms.
Elrexfio ist als Monotherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit rezidiviertem und refraktärem multiplem Myelom indiziert, die mindestens drei vorangegangene Therapien erhalten haben, darunter einen immunmodulatorischen Wirkstoff, einen Proteasom-Inhibitor und einen Anti-CD38-Antikörper, und bei denen die Krankheit unter der letzten Therapie fortgeschritten ist.
Der Wirkstoff von Elrexfio ist Elranatamab, ein bispezifischer monoklonaler Antikörper, der auf den CD3-Rezeptor, der auf der Oberfläche von T-Zellen exprimiert wird, und auf BCMA, das auf der Oberfläche von Plasmazellen exprimiert wird, einschließlich maligner Zellen des Multiplen Myeloms, abzielt.
Umfrage: Gemeinsame Entscheidungsfindung in der klinischen Praxis für multiples Myelom
Gemeinsame Entscheidungsfindung beim Myelom (Shared decision making)
Wie können Patienten und medizinisches Fachpersonal zusammenarbeiten, um die richtigen Behandlungen auszuwählen?
Dieses Projekt von Myeloma Patients Europe (MPE) zielt darauf ab, unser Verständnis der gemeinsamen Entscheidungsfindung beim Myelom zu entwickeln. MPE möchte Ihre Erfahrungen bei der Entscheidungsfindung mit Ihren medizinischen Fachkräften verstehen, wenn es darum geht, welche Behandlungen Sie bevorzugen.
Wenn Sie Fragen haben, senden Sie bitte eine E-Mail an
Dieses Projekt wird vom MPE verwaltet und von der KU Leuven und Amen durchgeführt.
Forschungsstudie: Sekundäre Immundefekte (SID) im Zusammenhang mit Multiplem Myelom
Research Partnership arbeitet mit einem Pharmaunternehmen zusammen, um eine Studie zumThema SekundäreImmundefekte(SID) im Zusammenhang mit bestimmten Grunderkrankungen (MM - Multiples Myelom und CLL - Chronische lymphatische Leukämie) durchzuführen.
Das Ziel der Studie ist es, die persönlichen Erfahrungen von Patient:innen mit verschiedenen Behandlungen zu verstehen, damit der Patientenweg mit solchen Behandlungen in Zukunft optimiert und verbessert werden kann.
Konkret möchte Research Partnership gerne ...
- Ihren Patientenweg verstehen. Welche Erfahrungen haben Sie seit der Diagnose bis heute gemacht, und wie sieht Ihr derzeitiger Behandlungsweg aus?
- verstehen, was Sie als Patient brauchen. Was kann getan werden, um Sie bei der Behandlung dieser Erkrankung zu unterstützen?
Die Forschungsergebnisse werden letztendlich an das auftraggebende Pharmaunternehmen weitergegeben:
- Die Studie wird von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut durchgeführt, das an Verhaltenskodizes gebunden ist (z. B. die British Healthcare Business Insights Association (BHBIA), die European Pharma Market Research Association (EphMRA) und die European Society for Opinion and Marketing Research (ESOMAR)).
- Die Befragten bleiben anonym, und der Sponsor erhält keine persönlichen Angaben oder Informationen zur Identifizierung im Zusammenhang mit den bereitgestellten Informationen.
Wenn Sie teilnehmen möchten, wenden Sie sich bitte an Larissa Christofoletti (
Ergebnisse der Phase-3-Studie CANOVA zu Venetoclax beim Multiplen Myelom
AbbVie hat Daten aus der Phase-3-Studie CANOVA veröffentlicht, in der die Sicherheit und Wirksamkeit von Venetoclax (VENCLEXTA®/VENCLYXTO®) in Kombination mit Dexamethason (VenDex) bei Patienten mit t(11;14)-positivem rezidiviertem oder refraktärem (R/R) multiplem Myelom untersucht wurde, die bereits zwei oder mehr Behandlungen erhalten haben.
Die Daten zeigten nicht, dass die Behandlungskombination das progressionsfreie Überleben (PFS), den primären Endpunkt der Studie, signifikant verbesserte. Patienten, die VenDex erhielten, zeigten eine Verbesserung des medianen PFS von 9,9 Monaten im Vergleich zu 5,8 Monaten mit der Kombination aus Pomalidomid und Dexamethason (PomDex) als Vergleichstherapie.
Offenes Rennen zwischen CAR-T-Zellen und Stammzellen beim Multiplen Myelom
In seiner Emil-von-Behring-Vorlesung zeigte Prof. Dr. Herrmann Einsele, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik II am Uniklinikum Würzburg (UKW) und Sprecher des neu gegründeten Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen NCT WERA, die Entwicklungen auf „Von der Stammzell-Transplantation zur CAR-T-Zelltherapie am Beispiel des Multiplen Myeloms“.
Er demonstrierte Vor- und Nachteile der beiden Therapieformen und ging der Frage nach, ob die CAR-T-Zelltherapie eines Tages die Stammzelltransplantation, die immer noch die erste potentiell kurative Immuntherapie ist, ersetzen kann. Das Rennen zwischen CAR-T-Zellen und eigenen (autologen) oder fremden (allogenen) Blutstammzellen sei bei der Behandlung des multiplen Myeloms noch offen, De facto können die CAR-T-Zelltherapie noch viel von der allogenen Stammzelltransplantation lernen. Wichtig sei eine enge Kooperation zwischen Hämatologie und Transfusionsmedizin.