Klinische Studien bei Krebs: Chancen verstehen, informiert entscheiden
Klinische Studien können Menschen mit Krebs Zugang zu neuen Behandlungsansätzen ermöglichen – doch wann kommt eine Teilnahme infrage und was bedeutet sie konkret? In der Wissensreihe „Im Fokus“ spricht Marco Ammer mit Dr. Mridul Agrawal, Arzt, Wissenschaftler und Gründer von iuvando, sowie mit Fluky, die selbst an einer frühen klinischen Studie teilnimmt. Das Gespräch beleuchtet Teilnahmevoraussetzungen, Sicherheit und Aufsicht, räumt mit verbreiteten Mythen rund um Placebos und das vermeintliche „Versuchskaninchen“ auf und erklärt unter anderem Korbstudien und Shared Decision Making. Auch die Rolle von KI bei der Suche nach Studien sowie gute Gründe, sich gegen eine Teilnahme zu entscheiden, kommen zur Sprache.
Neues Patienten-Handbuch Multiples Myelom 2026 erschienen
Die überarbeitete und ergänzte Ausgabe des Patienten-Handbuchs Multiples Myelom 2026 ist erschienen. Das Handbuch richtet sich an Patient:innen, Angehörige und Interessierte und bietet verständliche Informationen rund um Erkrankung, Diagnostik, Behandlungsmöglichkeiten, Nebenwirkungen und den Umgang mit dem Multiplen Myelom im Alltag. Die aktuelle Auflage wurde vom Heidelberger Myelomzentrum am Universitätsklinikum Heidelberg und NCT Heidelberg mit Unterstützung verschiedener Selbsthilfeorganisationen, darunter Myelom.Online e. V., überarbeitet. Ziel ist es, Betroffene gut zu informieren und sie im Gespräch mit dem behandelnden Ärzteteam zu unterstützen.
Qualität statt Quantität: Neue Erkenntnisse zu CAR-T-Zellen
Forschende aus Heidelberg und Berlin haben Hinweise darauf gefunden, dass bei CAR-T-Zelltherapien nicht nur die Menge der verabreichten Zellen zählt, sondern vor allem deren Qualität. Bestimmte besonders wirksame CAR-T-Zellen könnten entscheidend dafür sein, wie gut eine Therapie anspricht. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.
Was bedeutet das für Myelompatient?
CAR-T-Zelltherapien sind auch beim wiederkehrenden oder schwer behandelbaren Multiplen Myelom eine wichtige moderne Behandlungsoption. Die neuen Erkenntnisse ändern die Behandlung derzeit nicht unmittelbar. Sie könnten aber künftig helfen, CAR-T-Zellprodukte besser zu bewerten und Therapien gezielter zu planen.
Multiples Myelom - Therapiedauer (Update 2026)
In der 17. Folge der Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über eine Frage, die viele Patient im Verlauf ihrer Erkrankung beschäftigt: Wann ist eine Therapie zeitlich begrenzt – und wann wird sie als Erhaltung oder kontinuierliche Behandlung fortgeführt?
Vor dem Hintergrund aktueller Studiendaten und der 2025 aktualisierten EHA-EMN-Leitlinien erklärt Prof. Goldschmidt, welche Rolle Induktion, Konsolidierung und Erhaltungstherapie spielen und warum Faktoren wie Remissionstiefe, MRD-Negativität, Risikoprofil, Verträglichkeit und Lebensqualität für die individuelle Therapiedauer wichtig sind.
Die Folge zeigt: Die Frage „Wie lange muss ich behandeln?“ lässt sich heute immer differenzierter beantworten.
Multiples Myelom: Was bedeutet „Heilung“ heute?
Moderne Immuntherapien haben die Behandlung des Multiplen Myeloms deutlich verändert: Immer häufiger werden sehr tiefe Remissionen erreicht, bei denen keine minimale Resterkrankung (MRD) mehr nachweisbar ist. Doch MRD-Negativität ist nicht automatisch gleichbedeutend mit Heilung. Ein aktueller Beitrag im Deutschen Ärzteblatt beleuchtet, warum ein modernes Verständnis von Heilung über reine Messwerte hinausgeht – und warum dauerhafte Krankheitskontrolle, Therapiefreiheit und Lebensqualität dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch neue Therapieansätze wie bispezifische Antikörper und T-Zell-aktivierende Verfahren werden eingeordnet.