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Neuigkeiten

Prof. Goldschmidt: Was hat sich 2025 beim Multiplen Myelom getan?

Im großen Myelom-Jahresrückblick 2025 blickt Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt auf die wichtigsten Entwicklungen rund um das Multiple Myelom zurück. Von neuen Therapieansätzen über aktuelle Studien bis hin zu Fortschritten in der Diagnostik – das Video bietet kompakte, verständliche Einblicke in ein bewegtes Jahr der Myelom-Forschung.

Bessere Versorgung für Myelom-Betroffene durch neue ASV-Regelung

Seit Mitte 2025 können Menschen mit Multiplem Myelom und anderen Blutkrebserkrankungen besser im Rahmen der sogenannten ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) behandelt werden. Das bedeutet: Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten enger zusammen, um die Behandlung noch besser auf die Bedürfnisse der Patient:innen abzustimmen – auch außerhalb von Krankenhäusern.

Ein wichtiger Punkt ist dabei die Art der Therapie: Manche Medikamente werden intravenös (über die Vene), andere subkutan (unter die Haut) verabreicht. Obwohl beide wirksam sind, wird die intravenöse Gabe aktuell besser bezahlt. Das kann in Einzelfällen beeinflussen, welche Form in der Praxis bevorzugt wird – auch wenn subkutane Therapien für viele Patient:innen angenehmer wären. Hier ist also noch Verbesserungsbedarf bei der Vergütung im System.

Neue Erkenntnisse zur Neurotoxizität nach CAR-T-Zell-Therapie

CAR-T-Zell-Therapien gelten als vielversprechende Behandlungsoption bei bestimmten Blutkrebserkrankungen – auch beim Multiplen Myelom. Sie können in einigen Fällen sogar dann noch wirken, wenn andere Therapien ausgeschöpft sind. Allerdings ist diese innovative Therapieform nicht frei von Risiken.

Ein zentrales Thema ist die sogenannte Neurotoxizität – das bedeutet, dass das Nervensystem vorübergehend oder in seltenen Fällen auch schwer beeinträchtigt werden kann. Betroffene erleben zum Beispiel Verwirrtheit, Sprachprobleme oder Konzentrationsstörungen. Forschende arbeiten intensiv daran, die Ursachen besser zu verstehen und diese Nebenwirkungen besser behandeln oder vermeiden zu können.

In einem aktuellen Beitrag im Deutschen Ärzteblatt wurden neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den zugrunde liegenden Mechanismen vorgestellt. Sie zeigen: Entzündungsreaktionen und Veränderungen an der Blut-Hirn-Schranke könnten eine wichtige Rolle spielen.

Neuer Ansatz: CAR‑T‑Zellen direkt im Körper erzeugen

Ein innovativer Forschungsansatz könnte die CAR‑T‑Zelltherapie revolutionieren: Statt T‑Zellen aufwändig im Labor zu verändern, sollen sie künftig direkt im Körper – also „in vivo“ – programmiert werden. Das Ziel: eine schnellere, kostengünstigere und breiter verfügbare Behandlung bei Krebserkrankungen wie dem Multiplen Myelom. Erste Studien zeigen vielversprechende Ergebnisse. Noch steht diese Technik am Anfang – doch sie weckt große Hoffnungen.

Neue Hoffnung bei Multiplem Myelom: Moderne Therapien im Überblick

Die Behandlung des Multiplen Myeloms entwickelt sich rasant weiter. Neue Medikamente, Immuntherapien und Kombinationen verbessern die Aussichten für viele Patient:innen deutlich – selbst in fortgeschrittenen Krankheitsphasen.

Zu den aktuellen Highlights gehören:

  • Vierfachtherapien mit Antikörpern und Immunmodulatoren als neuer Standard in der Erstbehandlung

  • CAR-T-Zelltherapien, die körpereigene Abwehrzellen gezielt gegen Myelomzellen schärfen

  • Bispezifische Antikörper, die das Immunsystem auch bei mehrfach vorbehandelten Patient:innen aktivieren

  • Belantamab-Mafodotin, ein Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit gezielter Wirkung auf Tumorzellen

  • Erstmals zugelassene Frühtherapien für Menschen mit hohem Risiko beim Smouldering Myelom

Diese Fortschritte eröffnen neue Perspektiven für mehr Lebensqualität und Lebenszeit – individuell angepasst an Krankheitsverlauf und Bedürfnisse.

 

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