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Neuigkeiten

Grenzen der Immuntherapien überwinden

Optimierung von CAR-T-Zellen mit CRISPR 2.0 - Die Forschung geht weiter

Im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) baut Dr. Karl Petri am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) eine Arbeitsgruppe auf, um neuartige CRISPR 2.0-Werkzeuge zur Generierung und Verbesserung von krebsgerichteten CAR-T-Zellprodukten zu entwickeln.

CAR-T-Zellen sind hocheffektiv in der Behandlung bestimmter Blutkrebsarten. Jedoch bestehen weiterhin Herausforderungen dieser neuen Therapieform, die erstmals 2017 in den USA und ein Jahr später in Europa für die Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) zugelassen wurde. Bislang gibt es zum Beispiel noch keine effektiven CAR-T-Zelltherapie für solide Tumoren. Weiterhin sind CAR-T-induzierte Remissionen nicht immer dauerhaft, und die CAR-T-Zell-Produktion ist langsam und aufwendig. Das möchte der Mediziner Dr. Karl Petri vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ändern, indem er mit einer weiterentwickelten CRISPR Methode die Immunzelltherapien für onkologische Erkrankungen noch effizienter, aber auch sicherer macht.

Neben der Optimierung der Geneditierungstechniken soll im Rahmen von Prime-CAR Inspection auch die Validierung der Sicherheit neuer Geneditierungstechniken standardisiert werden, damit eine klinische Translation möglich wird und am Ende leistungsfähigere CAR-T-Zellprodukte für Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom und anderen Krebserkrankungen zur Verfügung stehen.

 

Podcast: Psychoonkologie – ein integrativer Bestandteil in Klinik und Forschung

Die Psychoonkologie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit den psychologischen, sozialen und emotionalen Aspekten der Krebsdiagnose, -behandlung und -bewältigung beschäftigt. Sie zielt darauf ab, die Lebensqualität von Krebspatient:innen und ihren Angehörigen durch psychologische Unterstützung und Therapie zu verbessern.
 
Typisches Einsatzgebiet der Psychoonkologie ist die Unterstützung beim Umgang mit Nebenwirkungen wie einer chronischen Erschöpfung (Fatigue) oder psychischen Folgen wie Depressionen oder Ängsten. Wie sieht also eine individuelle Therapie aus und wer hat wann einen Anspruch auf psychoonkologische Unterstützung?
 
In der heutigen Episode erfahren Sie mehr über neueste Forschungsprojekte, Studienergebnisse und Therapieangebote der Psychoonkologie. Freuen Sie sich auf interessante Inhalte im Gespräch mit Dr. Elisabeth Jentschke und Prof. Imad Maatouk aus Würzburg!

Multiples Myelom: Patient:innen für Studie zu Ohr-Akupressur gesucht

Kann Ohrakupressur nach dem NADA Protokoll helfen, die Symptomlast bei Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom unter laufender Therapie zu lindern? Dieser Frage geht eine vom Uniklinikum Würzburg geleitete Studie nach, für die jetzt noch weitere Teilnehmende gesucht werden.

Am Multiplen Myelom Erkrankte berichten vielfach über belastende Symptome. Diese sind sowohl durch die Krankheit selbst, als auch durch die Therapie bedingt und können die Lebensqualität einschränken. In Studien werden am häufigsten Schmerzen, Schlafstörungen, Fatigue sowie Einschränkungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit beschrieben.

Möglicherweise lassen sich genau diese Beschwerden durch Ohrakupressur lindern. Das will die derzeit laufende Studie MY-ACU untersuchen, für die bis Ende 2024 weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht werden.

Durchgeführt wird das Projekt von dem am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC-MF) in Kooperation mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sowie der Charité Berlin.

Podcast: Infektionen - Was ist wichtig?

In der 7. Folge der Podcast-Reihe "Diagnose Multiples Myelom" diskutieren Dr. Maximilian Merz und Dr. Nicola Giesen über die Anfälligkeit von Myelom-Patienten für Infektionen.

Es werden die Symptome erläutert, die Bedeutung frühzeitiger ärztlicher Hilfe betont, sowie das rechtzeitige Handeln bei Anzeichen wie Fieber. Ein dringender Appell richtet sich an Angehörige, auf Verhaltensänderungen zu achten. Zudem wird über die Rolle von Impfungen gesprochen, insbesondere nach Stammzelltransplantationen, die Covid-19-Impfung sowie die Bedeutung von jährlich angepassten Impfungen gegen COVID-19 und dem RS-Virus.

CAR-T: Infektionen sind häufigste schwere Komplikation

Die Immuntherapie mit CAR-T-Zellen hat sich für die Behandlung verschiedener Leukämien (Blutkrebs) und Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) etabliert. Wie jede Therapie hat sie Nebenwirkungen, die im Feld der Tumortherapie auch tödlich verlaufen können. Nun hat ein internationales Team unter Federführung des LMU Klinikums die Ursachen der Sterblichkeit nach der CAR-T-Therapie analysiert, die nicht auf einem Rückfall des behandelten Tumors beruhen. Es zeigte sich: Der häufigste Grund für diese Sterblichkeit sind schwere Infektionen – und nicht, wie gedacht, CAR-T-spezifische Nebenwirkungen wie der Zytokinsturm oder schwere neurologische Symptome. Die Studie wurde in Nature Medicine“ veröffentlicht.

 

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