Multiples Myelom: Nach Vierfachtherapie und Stammzelltransplantation noch Erhaltungstherapie
Eine zusätzliche Erhaltungstherapie mit einem bestimmten Antikörper kann die Krankheit noch länger aufhalten.
Wenn Personen, bei denen ein multiples Myelom diagnostiziert wurde, zuerst mit einer Vierfachtherapie behandelt werden, können sie ihre Überlebensaussichten deutlich verbessern. Das hatten die ersten Ergebnisse der CASSIOPEIA-Studie gezeigt. Nun wurden weitere Erkenntnisse aus der Studie in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht. Demnach lohnt sich nach der Stammzelltransplantation noch eine Erhaltungstherapie mit einem bestimmten Antikörper.
Die Nachbeobachtungszeit in der Studie betrug nun inzwischen mehr als sechs Jahre seit ihrem Beginn. Durch die Erhaltungstherapie war die Krankheit signifikant länger aufgehalten worden: Es ergab sich ein signifikant besseres Überleben, ohne dass die Krankheit weiter voranschritt, als nach der Beobachtungsstrategie. Dies galt unabhängig davon, ob die Personen in der Einleitungs- und Konsolidierungstherapie den Anti-CD38-Antikörper erhalten hatten oder nicht.
Podcast: Ernährung und Krebs
Eine ausgewogene Ernährung stellt die Basis für ein gesundes Leben dar und kann präventiv auf die Entstehung einiger Krebsarten wirken. Aber auch die bedarfsgerechte Ernährung im Falle einer Krebserkrankung spielt eine wichtige Rolle. Tumorpatientinnen und -patienten leiden häufig unter fortschreitendem Gewichtsverlust und vor allem Muskelabbau, was sich nachweislich negativ auf Lebensqualität, Therapieverträglichkeit und Krankheitsverlauf auswirkt.
In der heutigen Episode erfahren Sie mehr zu dem Themen Kachexie und Mangelernährung, aber auch warum eine gesunde Ernährung für Krebspatientinnen und -patienten wichtig ist und wie die aussehen kann.
Freuen Sie sich auf interessante Inhalte im Gespräch mit Frau Prof. Zopf aus Erlangen und Frau PD Löffler aus Würzburg!
Multiples Myelom: Induktionstherapie mit Isatuximab (Sarclisa®) verbesserte das progressionsfreie Überleben
Neue Ergebnisse der zweiteiligen, doppelrandomisierten German-speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG)-HD7 zeigen, dass Sarclisa (Isatuximab) in Kombination mit Lenalidomid, Bortezomib und Dexamethason (RVd) während der Induktionstherapie bei transplantationsfähigen Patienten das progressionsfreie Überleben (PFS) ab der ersten Randomisierung signifikant verlängert, was zu einer statistisch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verringerung des Fortschreitens der Krankheit oder des Todes führte, verglichen mit der RVd-Induktionstherapie, unabhängig vom Erhaltungsschema. Die vollständigen Ergebnisse werden laut Sanofi auf einer der nächsten medizinischen Konferenzen vorgestellt.
Frühe Behandlung bei schwelendem Myelom in manchen Fällen vorteilhaft
Wenn ein hohes Risiko dafür besteht, dass die Krankheit weiter voranschreitet, lohnt sich eine frühzeitige Behandlung offenbar.
Es lohnt sich offenbar, bei schwelendem Myelom mit hohem Risiko frühzeitig mit der Behandlung zu beginnen: Dies kann das Fortschreiten der Erkrankung teilweise langfristig aufhalten, wie sich durch die Ergebnisse einer Untersuchung, die in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology publiziert wurden, bestätigt.
Die Untersuchung war auf Personen mit schwelendem Myelom ausgerichtet, bei denen die Wahrscheinlichkeit, dass die Krankheit innerhalb von zwei Jahren voranschreiten wird, mehr als 50% betrug. Sie erhielten eine Einleitungschemotherapie mit mehreren Wirkstoffen, gefolgt von einer Hochdosischemotherapie und autologen Stammzelltransplantation. Anschließend folgten die Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie über maximal zwei Jahre.
Gefährliche RS-Viren (RSV): Stiko empfiehlt Impfung für Ältere
Beschluss zur Empfehlung der STIKO für eine Standardimpfung gegen Erkrankungen durch Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) für Personen ≥ 75 Jahre sowie zur Indikationsimpfung von Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit Risikofaktoren
Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat entsprechend ihrer Standardvorgehensweise für die systematische Entwicklung von Impfempfehlungen (SOP) die Datenlage zu den RSV-Impfstoffen Arexvy und Abrysvo geprüft und entschieden, für alle Personen ≥ 75 Jahre eine 1-malige RSV-Impfung möglichst vor der RSV-Saison als Standardimpfung zu empfehlen.
Außerdem empfiehlt die STIKO für Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit einer schweren Grunderkrankung oder die in einer Einrichtung der Pflege leben und somit ein deutlich erhöhtes Risiko für einen schweren RSV-Krankheitsverlauf haben, ebenfalls eine 1-malige RSV-Impfung als Indikationsimpfung.
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) har diesbezügliche bereits im August 2023 eine entsprechende Empfehlung für Patient:innen mit einer malignen hämatologischen Grundkrankheit (z. B. Leukämie, Multiples Myelom) herausgegeben.