Neue Generation von „Protein-Degradern“ beim Multiplen Myelom
Bei bestimmten Myelom-Therapien wird ein Prinzip genutzt, das man vereinfacht als „gezieltes Entsorgen“ bezeichnen kann: Medikamente können dazu beitragen, dass die Zelle bestimmte Eiweiße, die das Tumorwachstum unterstützen, abbaut.
Auf diesem Ansatz bauen bekannte Wirkstoffe wie Lenalidomid oder Pomalidomid auf. Nun werden neuere Substanzen aus der Gruppe der CELMoDs (z. B. Mezigdomid und Iberdomid) in klinischen Studien untersucht. Erste Zwischenergebnisse werden als ermutigend beschrieben – vor allem in Kombinationen bei Rückfall oder wenn Therapien nicht mehr ausreichend wirken.
Gleichzeitig laufen Studien, die prüfen, ob diese Wirkstoffe auch als Erhaltungstherapienach autologer Stammzelltransplantation geeignet sind.
Für Betroffene wichtig: Aktuell sind das Studienmedikamente bzw. Entwicklungen, deren Nutzen und Sicherheit weiter bestätigt werden müssen.
Myelom-Grundlagen mit Prof. Hartmut Goldschmidt: Ist das multiple Myelom heilbar
In Folge 15 der Reihe „Myelom-Grundlagen“ geht es um eine Frage, die viele im Alltag begleitet: Kann man das Multiple Myelom heute tatsächlich heilen – oder zumindest dauerhaft unter Kontrolle bringen? Dazu spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt und ordnet den aktuellen Stand verständlich ein.
Er erklärt, warum sich die Perspektiven für Betroffene in den letzten Jahren spürbar verbessert haben und welche Rolle neue Therapien dabei spielen. Dabei geht es auch um das Konzept der funktionellen Heilung: Was bedeutet das konkret – und für wen kann dieses Ziel realistisch sein?
Außerdem macht Prof. Goldschmidt deutlich, welche Faktoren für die langfristige Aussicht besonders wichtig sind, zum Beispiel wie tief eine Remission erreicht wird, ob eine MRD-Negativität vorliegt und welches Risikoprofil die Erkrankung hat.
Die Folge liefert eine praxisorientierte Einordnung zu Langzeitverläufen und zu dem, was moderne Behandlungskonzepte in Richtung „Heilung“ möglich machen können.
Myelom-Grundlagen mit Prof. Goldschmidt: Tiefe der Remission
In dieser Folge aus der Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über die Tiefe der Remission beim Multiplen Myelom: Was heißt es, wenn eine Therapie „anspricht“ – und warum kann das Ausmaß des Ansprechens den weiteren Verlauf beeinflussen? Anhand aktueller Studiendaten und Leitlinien erklärt er die Remissionskategorien von PR über VGPR bis zur (s)CR, zeigt, wie das Ansprechen gemessen wird, und ordnet die Bedeutung der Minimalen Resterkrankung (MRD) ein.
Multiples Myelom: Wenn Therapien nicht mehr wirken - Genom-Analyse soll helfen
Warum wirken manche Therapien irgendwann nicht mehr? Eine aktuelle Meldung aus Würzburg zeigt: Frühere Behandlungen hinterlassen Spuren im Erbgut der Myelomzellen. Ein „genomischer Arztbrief“ – erstellt mithilfe der Ganzgenomsequenzierung – kann diese Veränderungen sichtbar machen und Hinweise darauf geben, warum ein Myelom resistent wird. Besonders wichtig: Die Analyse kann zeigen, ob bestimmte „Angriffspunkte“ auf den Tumorzellen noch vorhanden sind, die moderne Immuntherapien benötigen. Ziel ist es, Therapieentscheidungen in sehr fortgeschrittenen Krankheitsphasen besser zu unterstützen und in Einzelfällen neue Optionen zu eröffnen.
Neue S3-Leitlinie zur Ernährung in der Onkologie
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ (Version 1.0, Januar 2026) liegt vor – als Lang- und Kurzversion. Sie fasst evidenzbasiert zusammen, welche ernährungsmedizinischen Maßnahmen bei Krebs sinnvoll unterstützen können, z. B. bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust oder Schwäche.
👉 Mehr dazu findet ihr in unserem Informationsangebot zum Thema „Ernährung“ – mit Hintergründen, praktischen Hinweisen und weiterführenden Links.