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Neuigkeiten

Therapieentscheidungen im Rezidiv – den Alltag und die Lebensqualität im Blick

Das Multiple Myelom ist eine chronische Erkrankung, bei der es im Verlauf häufig zu Rezidiven kommt. Mit jedem Rückfall stellen sich neue Fragen zur optimalen Therapie: Welche Optionen ermöglichen eine wirksame Krankheitskontrolle bei möglichst guter Lebensqualität? Und wie lassen sich diese im Versorgungsalltag umsetzen?

Das auf der Yes!Con 2026 aufgezeichnete Panel beleuchtet Therapieentscheidungen im Rezidiv und gibt praxisnahe Einblicke in die Myelom-Versorgung. Dabei geht es auch darum, wie Betroffene und Behandlungsteams gemeinsam Wege finden können, die medizinische Möglichkeiten und persönliche Lebenssituation berücksichtigen.

Multiples Myelom: Erstmals vollständig ambulante CAR-T-Zelltherapie

Erstmals in Deutschland wurde am Universitätsklinikum Köln eine CAR-T-Zelltherapie bei ausgewählten Menschen mit wiederkehrendem Multiplem Myelom vollständig ambulant durchgeführt. Eine veröffentlichte Untersuchung zeigt: Mit sorgfältiger Auswahl, engmaschiger Kontrolle und einem erfahrenen Behandlungsteam kann dieses Konzept sicher und praktikabel umgesetzt werden. Der Beitrag erläutert, was hinter dem ambulanten Vorgehen steckt und welche Voraussetzungen dafür notwendig sind.

EHA 2026: Neue Studienergebnisse zum Multiplen Myelom

Welche aktuellen Entwicklungen gibt es in der Behandlung des Multiplen Myeloms? In zwei Gesprächen widmen sich Klaus Eisenbeisz von Myelom.Online e.V. und Prof. Christof Scheid vom Uniklinikum Köln ausgewählten Studien, die auf dem EHA-Kongress 2026 vorgestellt wurden.

Die Videos greifen verschiedene Fragen rund um moderne Therapieansätze und neue wissenschaftliche Erkenntnisse auf. Prof. Scheid ordnet die vorgestellten Daten fachlich ein, erläutert mögliche Bedeutung für die Praxis und macht deutlich, welche Aspekte aus heutiger Sicht besonders aufmerksam verfolgt werden sollten. Die Gespräche richten sich an Betroffene, Angehörige und alle, die aktuelle Entwicklungen beim Multiplen Myelom besser verstehen möchten.

 

 

Neue Immuntherapie beim Multiplen Myelom: vielversprechende Studiendaten aus Heidelberg und Würzburg

Eine aktuelle Phase-II-Studie untersucht den bispezifischen Antikörper Teclistamab in Kombination mit einer Standardtherapie bei neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Bei den untersuchten, für eine Stammzelltransplantation geeigneten Patient:innen wurde früh eine sehr tiefe Remission erreicht. Die Ergebnisse sind ermutigend, müssen jedoch nun in einer größeren Phase-III-Studie bestätigt werden.

MiT MiR – Gemeinsam besser entscheiden

Das Aktionsbündnis für gemeinsame Entscheidungen im Gesundheitswesen setzt sich dafür ein, dass gemeinsame Entscheidungsfindung – international auch Shared Decision Making genannt – in Deutschland zu einem festen Bestandteil der medizinischen Versorgung wird. Gegründet wurde das Bündnis am 18. Februar 2026 im Rahmen des Deutschen Krebskongresses. Es wird vom Nationalen Kompetenzzentrum Shared Decision Making am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, initiiert und koordiniert. (UKSH)

Die begleitende Kampagne „MiT MiR – Gemeinsam besser entscheiden“ richtet sich an Patient:innen, Angehörige und Menschen im Gesundheitswesen. Sie macht darauf aufmerksam, dass gute medizinische Entscheidungen zwei Perspektiven brauchen: die medizinische Erfahrung des Behandlungsteams und das Wissen der Patientin oder des Patienten über die eigenen Ziele, Wünsche und Lebensumstände.

Myelom.Online e.V. unterstützt die Kampagne „MiT MiR – Gemeinsam besser entscheiden“ und setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Multiplem Myelom gut informiert und als aktive Partner:innen in Entscheidungen einbezogen werden.

Für Menschen mit Multiplem Myelom kann das besonders wichtig sein. Entscheidungen zu Untersuchungen, Behandlungen oder unterstützenden Maßnahmen können komplex sein und den Alltag unterschiedlich beeinflussen. Die Kampagne ermutigt deshalb dazu, Fragen zu stellen, eigene Bedürfnisse offen anzusprechen und sich aktiv am Gespräch mit dem Behandlungsteam zu beteiligen.

Shared Decision Making bedeutet dabei nicht, medizinische Entscheidungen allein treffen zu müssen. Es bedeutet, dass Entscheidungen gemeinsam vorbereitet und getroffen werden: verständlich informiert, mit ausreichend Raum für Fragen und unter Berücksichtigung dessen, was Ihnen persönlich wichtig ist.

 

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