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Neuigkeiten


Multiples Myelom: Mit KI lebensgefährliche Nebenwirkungen bei Immuntherapie vermeiden

27. Mai 2024

Das multiple Myelom ist eine aggressive Form von Blutkrebs. Immuntherapien können die Überlebenschancen der Betroffenen deutlich erhöhen, bergen jedoch die Gefahr starker Nebenwirkungen. Forschende entwickeln ein KI-Tool für die Risikoeinschätzung.

In den vergangenen Jahren sind die Überlebenschancen durch neue Behandlungsmöglichkeiten deutlich gestiegen. Besonders vielversprechend sind gezielte Therapien, bei denen das körpereigene Immunsystem gegen die Krebszellen mobilisiert wird.

Doch bislang greifen die Immuntherapien nicht bei allen Patientinnen und Patienten gleichermaßen. Im Gegenteil: Bei einigen Erkrankten lösen sie schwere Nebenwirkungen wie Entzündungen des Knochenmarks und Blutarmut aus, die ebenfalls lebensbedrohlich sein können. Hier setzt das Projekt „TissueNet“ an: „Wir wollen verstehen, warum manche Patienten die Therapien gut vertragen und andere nicht“, sagt Professor Dr. Dominic Grün von der Universität Würzburg. Der Physiker entwickelt gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen eine Künstliche Intelligenz (KI), die künftig vorhersagen könnte, wie bestimmte Patientinnen und Patienten auf die Therapie reagieren werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt das Projekt im Rahmen der Förderinitiative „Computational Life Sciences – CompLS“.


Contergan-Derivate greifen resistente Krebszellen an

21. Mai 2024

Aktuelle Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung deuten darauf hin, dass Derivate des Conterganwirkstoffs Thalidomid antitumorale Effekte zum Beispiel gegen Venetoclax-resistente Krebszellen aufweisen

Im Bereich Tumorforschung sind Thalidomid und seine Derviate nach wie vor ein spannender Ansatz. So hemmt der Wirkstoff unter anderem das Wachstum von Blutgefäßen. Diese Eigenschaft könnte möglicher­weise dazu geeignet sein, Tumoren von ihrer Nährstoffversorgung abzuschneiden.


Neu diagnostiziertes multiples Myelom: Daratumumab subkutan zusätzlich zur Standard- Erstlinientherapie vermindert Risiko für Progression

20. Mai 2024

Eine Standardtherapie bei neu diagnostiziertem, multiplem Myelom besteht aus einer Induktionsbehandlung mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (VRd). Wenn eine autologe Stammzelltransplantation (aSCT) beim Patienten möglich ist, folgt eine Stammzellmobilisierung und -gewinnung, die Konditionierung, Transplantation, eine Konsolidierungs- und dann eine Erhaltungstherapie mit Lenalidomid.

In der internationalen Phase-3-Studie PERSEUS, an der deutsche Zentren beteiligt waren, ist untersucht worden, ob die subkutane Gabe des Anti-CD38-Antikörpers Daratumumab, zusätzlich zur üblichen Induktions-, Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie gegeben, sicher und effektiv ist.


Wenn Antikörper aus dem Gleichgewicht geraten

17. Mai 2024

Fluch oder Segen? Neben ihrer schützenden Funktion können Antikörper auch schädigende Mechanismen entwickeln. In Episode 15 der Podcast-Reihe "Multiples zum Myelom" beleuchten Prof. Dr. Leo Rasche und Prof. Dr. Stefan Knop das Thema Antikörper. Prof. Dr. Knop ist Klinischer Leiter der Medizinischen Klinik 5 für Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des Klinikums Nürnberg. Die Myelom-Experten haben in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet und sprechen in der aktuellen Podcast-Folge über die derzeit bekannten Schädigungsmechanismen von Antikörpern. Sie erläutern eingängig die Erkrankungen Cast-Nephropathie, Proteinurische Polyneuropathie und die Amyloidose sowie die Kälteagglutininerkrankung und das Multiple Myelom. Aufgezeigt wird auch, warum Patient*innen mit Morbus Gaucher häufig auch an einem Multiplen Myelom erkranken.


Nach Stammzelltransplantation keine minimale Restkrankheit mehr: Ein gutes Zeichen bei multiplem Myelom

16. Mai 2024

Wenn bei multiplem Myelom ein Jahr nach der autologen Stammzelltransplantation und Erhaltungstherapie mit einem Immunmodulator noch immer keine minimale Restkrankheit nachweisbar ist, sind die Chancen für ein Langzeitüberleben hoch. Zu diesem Schluss kommt ein Untersuchungsbericht in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie nahmen 435 Personen mit multiplem Myelom teil, die sich einer autologen Stammzelltransplantation, verbunden mit Therapien vor und nach diesem Eingriff unterzogen. In der Nachsorge wurde unter anderem untersucht, ob minimale Restkrankheit wieder auftauchte oder nicht.

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