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Glossar A–Z zum Multiplen Myelom

Therapiekürzel

BegriffAbkürzung / SynonymPatientengerecht erklärt
Dara-Kd Daratumumab, Carfilzomib, Dexamethason Kombination in bestimmten Rezidivsituationen.
Dara-Pd Daratumumab, Pomalidomid, Dexamethason Kombination mit Daratumumab und Pomalidomid.
Dara-Rd Daratumumab, Lenalidomid, Dexamethason Kombination mit Anti-CD38-Antikörper, Immunmodulator und Dexamethason.
Dara-Vd Daratumumab, Bortezomib, Dexamethason Kombination mit Daratumumab und Bortezomib.
Dara-VRd Daratumumab, Bortezomib, Lenalidomid, Dexamethason Vierfachkombination, die in aktuellen Erstlinienkonzepten eine wichtige Rolle spielt.
Dara-VTd Daratumumab, Bortezomib, Thalidomid, Dexamethason Vierfachkombination.
Elo-Pd Elotuzumab, Pomalidomid, Dexamethason Kombination mit Elotuzumab und Pomalidomid.
Elo-Rd Elotuzumab, Lenalidomid, Dexamethason Kombination mit Elotuzumab.
Isa-Kd Isatuximab, Carfilzomib, Dexamethason Kombination in bestimmten Rezidivsituationen.
Isa-KRd Isatuximab, Carfilzomib, Lenalidomid, Dexamethason Vierfachkombination mit Isatuximab und Carfilzomib.
Isa-Pd Isatuximab, Pomalidomid, Dexamethason Kombination mit Isatuximab und Pomalidomid.
Isa-VRd Isatuximab, Bortezomib, Lenalidomid, Dexamethason Vierfachkombination mit Anti-CD38-Antikörper.
KCd Carfilzomib, Cyclophosphamid, Dexamethason Kombination mit Carfilzomib und Cyclophosphamid.
KRd Carfilzomib, Lenalidomid, Dexamethason Kombination mit Carfilzomib.
Pd Pomalidomid, Dexamethason Zweifachkombination.
PVd Pomalidomid, Bortezomib, Dexamethason Kombination mit Pomalidomid und Bortezomib.
Rd Lenalidomid, Dexamethason Zweifachkombination.
SVd Selinexor, Bortezomib, Dexamethason Kombination mit Selinexor.
VCd Bortezomib, Cyclophosphamid, Dexamethason Kombination mit Cyclophosphamid.
VRd Bortezomib, Lenalidomid, Dexamethason Häufiges Kürzel für eine Dreifachkombination.
VTd Bortezomib, Thalidomid, Dexamethason Kombination mit Proteasom-Inhibitor, Immunmodulator und Dexamethason.

Nebenwirkungen, Beschwerden und Komplikationen

BegriffAbkürzung / SynonymPatientengerecht erklärt
Alopezie Haarausfall Haarverlust, der bei bestimmten Therapien auftreten kann.
Diarrhö Durchfall Häufige, dünnflüssige Stühle. Kann durch Erkrankung, Medikamente oder Infektionen entstehen.
Emesis Erbrechen Entleerung des Mageninhalts über den Mund.
Exanthem Hautausschlag Hautveränderung, die unter anderem als Nebenwirkung auftreten kann.
Fatigue Erschöpfung Anhaltende, belastende Müdigkeit und Kraftlosigkeit.
Fieber Pyrexie Erhöhte Körpertemperatur. Bei Myelom und unter Therapie sollte Fieber ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden.
Hand-Fuß-Syndrom — Hautreaktion an Händen und Füßen mit Rötung, Schmerzen oder Schwellung.
Hypogammaglobulinämie Antikörpermangel Verminderte Menge normaler Antikörper im Blut.
ICANS Immuneffektorzell-assoziierte Neurotoxizität Neurologische Nebenwirkung, die bei bestimmten Zell- und Immuntherapien auftreten kann.
Infektanfälligkeit Infektneigung Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, zum Beispiel durch Antikörpermangel oder Therapie.
Infusionsreaktion — Reaktion während oder nach einer Infusion, zum Beispiel mit Fieber, Schüttelfrost oder Atembeschwerden.
Kieferosteonekrose ONJ Seltene, aber wichtige Kieferknochenkomplikation, besonders im Zusammenhang mit Knochenschutzmedikamenten.
Mukositis Schleimhautentzündung Entzündung der Schleimhäute, zum Beispiel im Mund.
Nausea Übelkeit Gefühl, sich erbrechen zu müssen.
Neurotoxizität Nervenschädigung Schädigung oder Reizung des Nervensystems durch Erkrankung oder Behandlung.
Obstipation Verstopfung Erschwerte oder seltene Darmentleerung.
Orale Mukositis Mundschleimhautentzündung Schleimhautentzündung im Mund, oft schmerzhaft.
Periphere Neuropathie PNP Nervenschädigung außerhalb von Gehirn und Rückenmark.
Polyneuropathie Neuropathie Nervenschädigung, die Kribbeln, Taubheit, Brennen oder Schmerzen verursachen kann.
Pruritus Juckreiz Juckende Haut, möglich bei Erkrankungen oder Medikamenten.
Thromboembolie Blutgerinnsel Blutgerinnsel in einem Gefäß.
Venöse Thromboembolie VTE Blutgerinnsel in einer Vene, zum Beispiel Beinvenenthrombose oder Lungenembolie.
Zytokin-Freisetzungssyndrom CRS Entzündungsreaktion, die vor allem bei bestimmten Immuntherapien auftreten kann.

Supportivtherapie, Alltag und Versorgung

BegriffAbkürzung / SynonymPatientengerecht erklärt
Nachsorge Verlaufskontrolle Regelmäßige Kontrollen nach oder während einer Behandlung.
Osteoprotektion Knochenschutz Maßnahmen oder Medikamente zum Schutz der Knochen.
Palliativmedizin — Behandlung mit dem Ziel, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu verbessern; nicht gleichbedeutend mit „Endphase“.
Psychoonkologie — Seelische und psychosoziale Unterstützung bei Krebserkrankungen.
Rehabilitation Reha Maßnahmen zur Erholung und Rückkehr in Alltag, Familie oder Beruf.
Schmerztherapie — Behandlung von Schmerzen.
Shared Decision Making gemeinsame Entscheidungsfindung Ärztliches Team und Patient:in treffen Entscheidungen gemeinsam nach Aufklärung und Abwägung.
Supportivtherapie unterstützende Therapie Behandlung zur Vorbeugung oder Linderung von Beschwerden und Nebenwirkungen.
Watch and Wait Beobachten und abwarten Engmaschige Kontrolle ohne sofortige Therapie, wenn keine Behandlungsnotwendigkeit besteht.
Zweitmeinung — Zusätzliche ärztliche Einschätzung durch eine weitere Fachperson.

Häufige Abkürzungen im Arztbrief

BegriffAbkürzung / SynonymPatientengerecht erklärt
Allgemeinzustand AZ Allgemeiner körperlicher Zustand.
Blutdruck RR Abkürzung für Blutdruck; in Studien kann RR auch anderes bedeuten.
Ernährungszustand EZ Einschätzung des Ernährungszustands.
Herzfrequenz HF Anzahl der Herzschläge pro Minute.
Intravenös i.v. Gabe eines Medikaments in eine Vene.
Negativ neg. Nachweis nicht vorhanden.
Ohne Befund o. B. Keine auffälligen Befunde.
Patient:in Pat. Häufige Abkürzung in Arztbriefen.
Per os p.o. Einnahme über den Mund.
Positiv pos. Nachweis vorhanden.
Sauerstoffsättigung SpO₂ Anteil des Sauerstoffs im Blut, meist per Fingerclip gemessen.
Subkutan s.c. Gabe eines Medikaments unter die Haut.
Unauffällig unauff. Kein auffälliger Befund.
Verdacht auf V. a. Ärztliche Abkürzung, wenn eine Erkrankung vermutet wird.
Zustand nach Z. n. Hinweis auf eine frühere Erkrankung oder Behandlung.

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