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Myelom.Online Newsletter

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Hallo,


wir freuen uns, dass Sie den Newsletter von Myelom.Online abonniert haben. Mit diesem Newsletter wollen wir Sie von Zeit zu Zeit über Neuigkeiten rund um das Multiple Myelom und unser Internetportal infomieren.


Myelom.Online e.V. bietet Patienten und Angehörigen eine gebündelte Sammlung der vielfältigen Informationen aus dem Internet über diese seltene, heterogene Krebserkrankung des Knochenmarks.


Das Team von Myelom.Online e.V. wünscht Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.


Gerne nehmen wir ihre Anregungen, insbesondere weitere Informationen, die Sie über andere Informationswege erhalten haben, entgegen und werden sie dann weiter kommunizieren.


Schreiben Sie uns eine Mail an vorstand@myelom.online


‍Neuigkeiten

Gefährliche RS-Viren (RSV): Stiko empfiehlt Impfung für Ältere

Beschluss zur Empfehlung der STIKO für eine Standardimpfung gegen Erkrankungen durch Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) für Personen ≥ 75 Jahre sowie zur Indikationsimpfung von Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit Risikofaktoren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat entsprechend ihrer Standardvorgehensweise für die systematische Entwicklung von Impfempfehlungen (SOP) die Datenlage zu den RSV-Impfstoffen Arexvy und Abrysvo geprüft und entschieden, für alle Personen ≥ 75 Jahre eine 1-malige RSV-Impfung möglichst vor der RSV-Saison als Standardimpfung zu empfehlen.

Außerdem empfiehlt die STIKO für Personen im Alter von 60 bis 74 Jahren mit einer schweren Grunderkrankung oder die in einer Einrichtung der Pflege leben und somit ein deutlich erhöhtes Risiko für einen schweren RSV-Krankheitsverlauf haben, ebenfalls eine 1-malige RSV-Impfung als Indikationsimpfung.

Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) har diesbezügliche bereits im August 2023 eine entsprechende Empfehlung für Patient:innen mit einer malignen hämatologischen Grundkrankheit (z. B. Leukämie, Multiples Myelom) herausgegeben.

Grenzen der Immuntherapien überwinden

Optimierung von CAR-T-Zellen mit CRISPR 2.0 - Die Forschung geht weiter

Im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) baut Dr. Karl Petri am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) eine Arbeitsgruppe auf, um neuartige CRISPR 2.0-Werkzeuge zur Generierung und Verbesserung von krebsgerichteten CAR-T-Zellprodukten zu entwickeln.

CAR-T-Zellen sind hocheffektiv in der Behandlung bestimmter Blutkrebsarten. Jedoch bestehen weiterhin Herausforderungen dieser neuen Therapieform, die erstmals 2017 in den USA und ein Jahr später in Europa für die Behandlung der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) zugelassen wurde. Bislang gibt es zum Beispiel noch keine effektiven CAR-T-Zelltherapie für solide Tumoren. Weiterhin sind CAR-T-induzierte Remissionen nicht immer dauerhaft, und die CAR-T-Zell-Produktion ist langsam und aufwendig. Das möchte der Mediziner Dr. Karl Petri vom Universitätsklinikum Würzburg (UKW) ändern, indem er mit einer weiterentwickelten CRISPR Methode die Immunzelltherapien für onkologische Erkrankungen noch effizienter, aber auch sicherer macht.

Neben der Optimierung der Geneditierungstechniken soll im Rahmen von Prime-CAR Inspection auch die Validierung der Sicherheit neuer Geneditierungstechniken standardisiert werden, damit eine klinische Translation möglich wird und am Ende leistungsfähigere CAR-T-Zellprodukte für Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom und anderen Krebserkrankungen zur Verfügung stehen.

 

Podcast: Psychoonkologie – ein integrativer Bestandteil in Klinik und Forschung

Die Psychoonkologie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit den psychologischen, sozialen und emotionalen Aspekten der Krebsdiagnose, -behandlung und -bewältigung beschäftigt. Sie zielt darauf ab, die Lebensqualität von Krebspatient:innen und ihren Angehörigen durch psychologische Unterstützung und Therapie zu verbessern.
 
Typisches Einsatzgebiet der Psychoonkologie ist die Unterstützung beim Umgang mit Nebenwirkungen wie einer chronischen Erschöpfung (Fatigue) oder psychischen Folgen wie Depressionen oder Ängsten. Wie sieht also eine individuelle Therapie aus und wer hat wann einen Anspruch auf psychoonkologische Unterstützung?
 
In der heutigen Episode erfahren Sie mehr über neueste Forschungsprojekte, Studienergebnisse und Therapieangebote der Psychoonkologie. Freuen Sie sich auf interessante Inhalte im Gespräch mit Dr. Elisabeth Jentschke und Prof. Imad Maatouk aus Würzburg!

Multiples Myelom: Patient:innen für Studie zu Ohr-Akupressur gesucht

Kann Ohrakupressur nach dem NADA Protokoll helfen, die Symptomlast bei Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom unter laufender Therapie zu lindern? Dieser Frage geht eine vom Uniklinikum Würzburg geleitete Studie nach, für die jetzt noch weitere Teilnehmende gesucht werden.

Am Multiplen Myelom Erkrankte berichten vielfach über belastende Symptome. Diese sind sowohl durch die Krankheit selbst, als auch durch die Therapie bedingt und können die Lebensqualität einschränken. In Studien werden am häufigsten Schmerzen, Schlafstörungen, Fatigue sowie Einschränkungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit beschrieben.

Möglicherweise lassen sich genau diese Beschwerden durch Ohrakupressur lindern. Das will die derzeit laufende Studie MY-ACU untersuchen, für die bis Ende 2024 weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht werden.

Durchgeführt wird das Projekt von dem am Uniklinikum Würzburg angesiedelten Comprehensive Cancer Center Mainfranken (CCC-MF) in Kooperation mit dem Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart sowie der Charité Berlin.

Podcast: Infektionen - Was ist wichtig?

In der 7. Folge der Podcast-Reihe "Diagnose Multiples Myelom" diskutieren Dr. Maximilian Merz und Dr. Nicola Giesen über die Anfälligkeit von Myelom-Patienten für Infektionen.

Es werden die Symptome erläutert, die Bedeutung frühzeitiger ärztlicher Hilfe betont, sowie das rechtzeitige Handeln bei Anzeichen wie Fieber. Ein dringender Appell richtet sich an Angehörige, auf Verhaltensänderungen zu achten. Zudem wird über die Rolle von Impfungen gesprochen, insbesondere nach Stammzelltransplantationen, die Covid-19-Impfung sowie die Bedeutung von jährlich angepassten Impfungen gegen COVID-19 und dem RS-Virus.

CAR-T: Infektionen sind häufigste schwere Komplikation

Die Immuntherapie mit CAR-T-Zellen hat sich für die Behandlung verschiedener Leukämien (Blutkrebs) und Lymphome (Lymphdrüsenkrebs) etabliert. Wie jede Therapie hat sie Nebenwirkungen, die im Feld der Tumortherapie auch tödlich verlaufen können. Nun hat ein internationales Team unter Federführung des LMU Klinikums die Ursachen der Sterblichkeit nach der CAR-T-Therapie analysiert, die nicht auf einem Rückfall des behandelten Tumors beruhen. Es zeigte sich: Der häufigste Grund für diese Sterblichkeit sind schwere Infektionen – und nicht, wie gedacht, CAR-T-spezifische Nebenwirkungen wie der Zytokinsturm oder schwere neurologische Symptome. Die Studie wurde in Nature Medicine“ veröffentlicht.

Multiples Myelom: Erhaltungstherapie mit zusätzlichem Effekt

Wenn eine Stammzelltransplantation möglich ist, können eine Vierfachtherapie davor und danach sowie eine Erhaltungstherapie mit einem bestimmten Antikörper die Krankheit lange aufhalten.

Eine Vierfachtherapie vor der Stammzelltransplantation in Kombination mit einer Erhaltungstherapie danach verringert bei multiplem Myelom das Risiko für einen Rückfall und senkt die Sterberate um fast die Hälfte. Das zeigen die Langzeitdaten der CASSIOPEIA-Studie, die in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurden.

Schon die ersten Ergebnisse der Studie waren positiv ausgefallen, nun sollte die Langzeitauswertung folgen. Den teilnehmenden Personen zwischen 18 und 65 Jahren war die Diagnose multiples Myelom gestellt worden, und sie sollten sich einer Stammzelltransplantation unterziehen. Vor diesem Eingriff erhielten sie eine Einleitungstherapie, gefolgt von einer Konsolidierungstherapie – jeweils als Vierfachtherapie mit einem Anti-CD38-Antikörper, Proteasomhemmer, Immunmodulator und Kortikosteroid oder als Dreifachtherapie ohne den Anti-CD38-Antikörper. Die Personen, die die Konsolidierung vollständig durchführen konnten und mindestens mit einer partiellen, also teilweisen Ansprache reagiert hatten, erhielten zusätzlich zwei Jahre lang eine Erhaltungstherapie mit dem Anti-CD38-Antikörper oder wurden beobachtet.


‍In eigener Sache

Diagnose Multiples Myelom Was nun?

Die Diagnose Multiples Myelom ist für Patientinnen und Patienten erst einmal ein schwerer Schock. Umso wichtiger ist es in den folgenden Arzt-Patienten-Gesprächen Klarheit über die weiteren Schritte zu bekommen.

Die Patientenorganisationen Arbeitsgemeinschaft Multiples Myelom (AMM-Online), Leukämiehilfe RHEIN-MAIN e.V. und Myelom.Online e.V. haben daher einen Fragenkatalog erarbeitet, der Betroffenen eine Hilfestellung für die weiteren Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten geben soll.

Bereiten Sie Ihren Arzttermin anhand des Fragenkatalogs intensiv vor. Scheuen Sie sich nicht, so lange zu fragen, bis Sie Klarheit über die weiteren Schritte haben.


‍Den Fragenkatalog können Sie hier downloaden.

Gerne stellen wir Ihnen den Fragenkatalog auch als gedruckten Flyer zum Verteilen in Arztpraxen zur Verfügung. Senden Sie uns einfach eine E-Mail an info@myelom.online mit der Postanschrift und der gewünschten Anzahl.


Das Gespräch zwischen Ärzt*in und Patient*in ist der Schlüssel für einen vertrauensvollen Umgang und kann fundamental für den Behandlungsverlauf sein. Weitere Informationen für ein gutes Arzt-Patienten-Gespräch finden Sie hier.


‍Veranstaltungshinweise

Im Veranstaltungskalender von Myelom.Online e. V. finden Sie zahlreiche Veranstaltungshinweise zu Themen rund um das Multiple Myelom und Krebserkrankungen im Allgemeinen:

Zum Veranstaltungskalender ....


 

 

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