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Gemeinsam entscheiden

©iStock.com/Jacob Wackerhausen

Bei der Behandlung des Multiplen Myeloms spielen neben medizinischen Möglichkeiten auch Ihre persönlichen Wünsche, Ziele und Ihre Lebenssituation eine wichtige Rolle. Hier finden Sie Informationen und Hilfen zur gemeinsamen Entscheidungsfindung – darunter die „3 Fragen vor dem Ja“, MiT MiR! und das Aktionsbündnis „Gemeinsam entscheiden“.

MiT MiR! – Gemeinsam besser entscheiden

Medizinische Entscheidungen sollten nicht nur auf Befunden und Behandlungsmöglichkeiten beruhen, sondern auch auf den persönlichen Wünschen und Zielen der Patientinnen und Patienten.

Die Kampagne „MiT MiR! – Gemeinsam besser entscheiden“ setzt sich dafür ein, die gemeinsame Entscheidungsfindung – auch Shared Decision Making genannt – stärker in der Gesundheitsversorgung zu verankern. Myelom.Online e.V. ist Partner des Aktionsbündnisses und unterstützt das Anliegen, Patientinnen und Patienten stärker in medizinische Entscheidungen einzubeziehen.

Dabei bringen Ärztinnen und Ärzte ihr medizinisches Wissen ein, während Patientinnen und Patienten ihre persönlichen Vorstellungen, Sorgen und Lebensumstände einbringen. So kann gemeinsam eine Entscheidung getroffen werden, die medizinisch sinnvoll ist und zugleich zur individuellen Situation passt.

Eine einfache Gesprächshilfe der Kampagne sind drei Fragen:

  1. Welche Möglichkeiten habe ich?

  2. Welche Vor- und Nachteile gibt es?

  3. Wie wahrscheinlich treten diese bei mir ein?

Gerade beim Multiplen Myelom, bei dem im Krankheitsverlauf unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten eine Rolle spielen können, kann eine gute gemeinsame Entscheidungsfindung besonders wertvoll sein.

Gemeinsam entscheiden beim Multiplen Myelom: Kommunikation, Entscheidungen, Therapie-Treue

Im Verlauf eines Multiplen Myeloms stehen viele Gespräche an: Diagnose, Therapieoptionen, Nebenwirkungen, Kontrolltermine und manchmal auch Therapieanpassungen. Dabei ist nicht nur „was“ medizinisch möglich ist wichtig, sondern auch was zur persönlichen Lebenssituation passt. Genau darum geht es in dieser Video-Aufzeichnung.

1) Arzt-Patienten-Gespräch: gut vorbereitet, klar und auf Augenhöhe

Ein gutes Gespräch hilft, Informationen besser zu verstehen und die eigenen Prioritäten einzubringen. Im Video wird gezeigt, wie man sich auf Termine vorbereiten kann – zum Beispiel mit einer Fragenliste, Notizen oder Begleitung – und wie man auch bei komplexen Themen den Überblick behält.

2) Shared Decision Making: gemeinsam entscheiden

Shared Decision Making bedeutet: Ärzt:innen bringen medizinisches Wissen und Erfahrung ein, Patient:innen ihre Werte, Ziele und Alltagssituation. Gemeinsam wird dann eine Entscheidung getroffen, die medizinisch sinnvoll und persönlich tragfähig ist. Das Video erklärt das Prinzip verständlich und macht Mut, aktiv nachzufragen.

3) Adhärenz: warum „dranbleiben“ wichtig ist – und was dabei hilft

Mit Adhärenz ist gemeint, dass eine Behandlung so umgesetzt wird, wie sie gemeinsam vereinbart wurde (z. B. Einnahme, Termine, Kontrolluntersuchungen). Das ist nicht immer leicht – etwa bei Nebenwirkungen, vielen Tabletten, Stress oder Unsicherheiten. Im Video  geht es darum, typische Hürden zu erkennen und Strategien zu finden, die im Alltag unterstützen (ohne zu bewerten und ohne „Schuld“-Botschaften).

Gute Entscheidungen treffen bei Blutkrebs

Welche Therapie ist die für mich Richtige? Woher weiß ich, welche Möglichkeiten der Therapie es gibt? Welchen Einfluss kann ich auf die Entscheidungsfindung nehmen? Und was, wenn die vorgeschlagene Therapie so gar nicht zu meinen Vorstellungen passt? All das sind Fragen, die Sie sich als PatientIn zu Recht stellen können. Blutkrebs hat viele verschiedene Erscheinungsformen und demnach auch viele Möglichkeiten der Therapie. Den Entscheidungsprozess, die für Sie Richtige zu finden, können Sie aktiv mitgestalten, sofern Sie das wollen. Um Sie dabei zu unterstützen, geben wir Ihnen in diesem Kurs praktische Tipps.

Gemeinsam die patienten-individuell beste Therapieentscheidung treffen - Patient und Arzt als Team

Das Gespräch zwischen Ärzt*in und Patient*in ist der Schlüssel für einen vertrauensvollen Umgang und kann fundamental für den Behandlungsverlauf sein.

Sehen Sie hierzu einen Beitrag von Frau Prof. Dr. med. Katja Weisel, Stellvertr. Direktorin der II. Med. Klinik und Poliklinik der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf

 

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