Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Impfungen nach Stammzelltransplantation und CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom

Nach einer autologen Stammzelltransplantation oder einer CAR-T-Zelltherapie kann das Immunsystem über längere Zeit geschwächt sein.

Deshalb benötigen Menschen mit Multiplem Myelom nach diesen Behandlungen häufig einen speziell angepassten Impfplan.

Warum können erneute Impfungen notwendig sein?

Bestimmte intensive Therapien beeinflussen nicht nur die Myelomerkrankung, sondern auch die Immunzellen, die für den Schutz vor Krankheitserregern verantwortlich sind.

Dadurch kann ein zuvor vorhandener Impfschutz teilweise verloren gehen oder unzureichend sein.

Ein erneuter Aufbau des Impfschutzes kann deshalb notwendig werden.

Impfungen nach autologer Stammzelltransplantation

Bei einer autologen Stammzelltransplantation werden zuvor gewonnene körpereigene Blutstammzellen nach einer hochdosierten Chemotherapie zurückgegeben.

Anschließend erholt sich das blutbildende System. Auch der Immunschutz muss sich neu aufbauen.

Für diese Behandlungssituation enthalten medizinische Leitlinien besondere Empfehlungen, unter anderem zu Impfungen gegen Pneumokokken, Influenza, COVID-19 und weitere Infektionskrankheiten.

Impfungen nach CAR-T-Zelltherapie

Bei einer CAR-T-Zelltherapie werden körpereigene Immunzellen gezielt gegen Krebszellen eingesetzt.

Nach der Behandlung kann die Antikörperbildung über längere Zeit eingeschränkt sein.

Die aktuelle Onkopedia-Leitlinie enthält deshalb einen eigenen Impfplan für Menschen nach CAR-T-Zelltherapie.

Was gilt bei bispezifischen Antikörpern?

Auch bispezifische Antikörper können die Immunabwehr stark beeinflussen.

Die Impfantwort kann unter solchen Behandlungen vermindert sein. Deshalb sind die individuelle Risikoabwägung und die Abstimmung mit dem spezialisierten Behandlungsteam besonders wichtig.

Wer erstellt den Impfplan?

Der Impfplan sollte durch das behandelnde Transplantationszentrum oder hämatologisch-onkologische Team festgelegt werden.

Dabei werden unter anderem die bisherige Impfgeschichte, die Behandlung und die Erholung des Immunsystems berücksichtigt.

Wichtig: Impfungen nach einer intensiven Myelomtherapie dürfen nicht ausschließlich nach allgemeinen Impfkalendern geplant werden. Die speziellen Empfehlungen des behandelnden Zentrums sind entscheidend.

Informationsstand: Oktober 2026. Grundlage: Onkopedia-Leitlinie „Impfungen bei malignen Erkrankungen und Immunsuppression“, Mai 2026.

top