Die saisonale Grippe (Influenza) kann für Menschen mit Multiplem Myelom eine ernsthafte gesundheitliche Belastung darstellen. Durch die Erkrankung und bestimmte Behandlungen ist das Immunsystem häufig geschwächt.
Die jährliche Grippeimpfung gehört deshalb zu den wichtigen Schutzmaßnahmen für Menschen mit Multiplem Myelom.
Warum ist Influenza bei Immunschwäche gefährlich?
Eine echte Grippe ist nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen.
Influenzaviren können hohes Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl und Atemwegsbeschwerden verursachen. In schweren Fällen können Komplikationen wie eine Lungenentzündung auftreten.
Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr haben ein erhöhtes Risiko für schwerere Krankheitsverläufe.
Warum wird jedes Jahr eine neue Grippeimpfung empfohlen?
Influenzaviren verändern sich fortlaufend. Deshalb wird die Zusammensetzung der Grippeimpfstoffe regelmäßig an die erwarteten Virusvarianten angepasst.
Die STIKO empfiehlt Menschen mit relevanten chronischen Erkrankungen oder Immunschwäche eine jährliche Influenza-Impfung.
Wann sollte die Grippeimpfung erfolgen?
In Deutschland wird die Impfung üblicherweise im Herbst durchgeführt, möglichst bevor die Grippewelle beginnt.
Auch eine spätere Impfung kann je nach Infektionslage noch sinnvoll sein.
Grippeimpfung während der Myelomtherapie
Bestimmte Medikamente können die Impfantwort vermindern. Dennoch kann eine Grippeimpfung dazu beitragen, das Risiko schwerer Erkrankungsverläufe zu reduzieren.
Wann die Impfung im Verlauf einer Behandlung am günstigsten ist, sollte individuell besprochen werden.
Können Angehörige zum Schutz beitragen?
Auch ein vollständiger Impfschutz enger Kontaktpersonen ist sinnvoll. Dadurch kann das Risiko einer Übertragung von Influenzaviren im persönlichen Umfeld verringert werden.
Unser Tipp: Lassen Sie den jährlichen Grippeimpftermin rechtzeitig mit Ihrem Behandlungsteam abstimmen.