Die COVID-19-Impfung bleibt für Menschen mit Multiplem Myelom besonders wichtig. Aufgrund ihres häufig geschwächten Immunsystems haben Betroffene ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionsverläufe. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen mit entsprechenden Risikofaktoren weiterhin eine jährliche COVID-19-Auffrischimpfung – möglichst im Spätsommer oder Frühherbst.
Was empfiehlt die STIKO zur COVID-19-Impfung 2026?
Seit Juli 2026 gelten aktualisierte Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) und der STIKO.
Eine jährliche COVID-19-Impfung wird insbesondere empfohlen für:
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Menschen ab 75 Jahren
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Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen oder einer geschwächten Immunabwehr
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Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf, beispielsweise aufgrund einer Krebserkrankung
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Weitere besonders gefährdete Personen sowie bestimmte Beschäftigte im Gesundheitswesen
Für gesunde Erwachsene unter 75 Jahren ist dagegen in der Regel keine jährliche Auffrischimpfung mehr vorgesehen.
Wichtig: Menschen mit Multiplem Myelom können unabhängig von ihrem Alter zur Risikogruppe gehören.
Warum ist die COVID-19-Impfung bei Multiplem Myelom wichtig?
Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Die Erkrankung selbst und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten können die Immunabwehr beeinträchtigen.
Dadurch können Infektionen schwerer verlaufen. Auch die Schutzwirkung einer Impfung kann bei manchen Betroffenen geringer ausfallen.
Die COVID-19-Impfung soll insbesondere dazu beitragen, das Risiko schwerer Krankheitsverläufe zu verringern. Einen vollständigen Schutz vor einer Infektion bietet sie allerdings nicht.
Wann sollten Myelom-Patienten gegen COVID-19 geimpft werden?
Die STIKO empfiehlt die jährliche Auffrischimpfung für Risikogruppen vorzugsweise im Spätsommer oder Frühherbst. Dabei sollen Impfstoffe verwendet werden, die an aktuelle Virusvarianten angepasst sind.
Bei Menschen mit ausgeprägter Immunschwäche können zusätzliche Impfungen oder individuell angepasste Impfschemata erforderlich sein.
Besondere Empfehlungen gelten unter anderem:
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während bestimmter immunsuppressiver Myelom-Therapien
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nach einer autologen Stammzelltransplantation
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vor und nach einer CAR-T-Zelltherapie
Der geeignete Impfzeitpunkt sollte deshalb immer mit dem behandelnden hämatologisch-onkologischen Team abgestimmt werden.
Häufige Fragen zur COVID-19-Impfung bei Multiplem Myelom
Ist eine jährliche Corona-Impfung bei Multiplem Myelom sinnvoll?
Ja. Die STIKO empfiehlt für Menschen mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe weiterhin eine jährliche Auffrischimpfung. Dazu können Patientinnen und Patienten mit Multiplem Myelom gehören.
Kann ich mich während einer Myelom-Therapie impfen lassen?
Eine COVID-19-Impfung kann grundsätzlich auch während einer Krebstherapie möglich sein. Allerdings können manche Behandlungen die Impfantwort vermindern. Zeitpunkt und Impfstrategie sollten deshalb ärztlich abgestimmt werden.
Sind nach einer Stammzelltransplantation oder CAR-T-Zelltherapie zusätzliche Impfungen notwendig?
Ja, nach diesen Behandlungen gelten besondere Empfehlungen für den Aufbau beziehungsweise die Wiederherstellung des Impfschutzes. Die konkrete Planung übernimmt das behandelnde Behandlungsteam.
Fazit: COVID-19-Impfschutz regelmäßig überprüfen
Für Menschen mit Multiplem Myelom bleibt die COVID-19-Impfung ein wichtiger Bestandteil der Infektionsvorsorge. Sprechen Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt regelmäßig auf Ihren Impfstatus an. So lässt sich gemeinsam klären, welche Impfungen entsprechend der aktuellen Empfehlungen und Ihrer persönlichen Behandlungssituation sinnvoll sind.