Multiples Myelom: Neue Studie zeigt vielversprechende Ergebnisse mit Belantamab Mafodotin
Eine neue Vierfach-Kombinationstherapie mit Belantamab Mafodotin zeigt beim neu diagnostizierten Multiplen Myelom vielversprechende Ergebnisse. Auf dem europäischen Krebskongress ESMO 2026 wurden Daten der BelaDRd-Studie vorgestellt. Die Kombination aus Belantamab Mafodotin, Daratumumab, Lenalidomid und Dexamethason führte bei vielen Patientinnen und Patienten zu einem schnellen, tiefen und anhaltenden Ansprechen.
Besonders bemerkenswert sind die hohen MRD-Negativitätsraten: Bei den meisten Studienteilnehmenden konnten selbst mit sehr empfindlichen Untersuchungsmethoden keine verbliebenen Myelomzellen mehr nachgewiesen werden. Dies gilt als wichtiger Hinweis auf eine besonders tiefe Krankheitskontrolle, bedeutet jedoch keine Heilung.
Die Studienergebnisse eröffnen interessante Perspektiven für die Erstbehandlung des Multiplen Myeloms. Ob sich daraus langfristige Vorteile ergeben, müssen weitere Untersuchungen zeigen.
Was bedeutet MRD-Negativität beim Multiplen Myelom?
MRD steht für „minimale Resterkrankung“. MRD-negativ bedeutet, dass mit besonders empfindlichen Untersuchungsverfahren keine Myelomzellen mehr nachgewiesen werden können. Dies ist ein wichtiges Ziel der Myelom-Behandlung, weil es auf ein sehr tiefes Therapieansprechen hinweist. Eine Heilung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.