Myelom-Grundlagen mit Prof. Goldschmidt: Tiefe der Remission
In dieser Folge aus der Reihe „Myelom-Grundlagen“ spricht Prof. Dr. Hartmut Goldschmidt über die Tiefe der Remission beim Multiplen Myelom: Was heißt es, wenn eine Therapie „anspricht“ – und warum kann das Ausmaß des Ansprechens den weiteren Verlauf beeinflussen? Anhand aktueller Studiendaten und Leitlinien erklärt er die Remissionskategorien von PR über VGPR bis zur (s)CR, zeigt, wie das Ansprechen gemessen wird, und ordnet die Bedeutung der Minimalen Resterkrankung (MRD) ein.
Multiples Myelom: Wenn Therapien nicht mehr wirken - Genom-Analyse soll helfen
Warum wirken manche Therapien irgendwann nicht mehr? Eine aktuelle Meldung aus Würzburg zeigt: Frühere Behandlungen hinterlassen Spuren im Erbgut der Myelomzellen. Ein „genomischer Arztbrief“ – erstellt mithilfe der Ganzgenomsequenzierung – kann diese Veränderungen sichtbar machen und Hinweise darauf geben, warum ein Myelom resistent wird. Besonders wichtig: Die Analyse kann zeigen, ob bestimmte „Angriffspunkte“ auf den Tumorzellen noch vorhanden sind, die moderne Immuntherapien benötigen. Ziel ist es, Therapieentscheidungen in sehr fortgeschrittenen Krankheitsphasen besser zu unterstützen und in Einzelfällen neue Optionen zu eröffnen.
Neue S3-Leitlinie zur Ernährung in der Onkologie
Die aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“ (Version 1.0, Januar 2026) liegt vor – als Lang- und Kurzversion. Sie fasst evidenzbasiert zusammen, welche ernährungsmedizinischen Maßnahmen bei Krebs sinnvoll unterstützen können, z. B. bei Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust oder Schwäche.
👉 Mehr dazu findet ihr in unserem Informationsangebot zum Thema „Ernährung“ – mit Hintergründen, praktischen Hinweisen und weiterführenden Links.
Multiples Myelom: Hartmut Goldschmidt und Leo Rasche sprechen in der KML-Podcastreihe über Behandlungserfolge
Beim Multiplen Myelom vermehren sich bösartig veränderte Immunzellen unkontrolliert im Knochenmark und setzen große Mengen nicht funktionsfähiger Antikörper frei. Anfangs haben Betroffene kaum Beschwerden, in fortgeschrittenen Stadien klagen Patient:innen über abnehmende Leistungsfähigkeit, ihre Knochenschmerzen sind oft Hinweise auf Frakturen und es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte. Dank neuer Diagnose- und Therapiemethoden hat sich die Prognose vieler Patient:innen in den letzten 35 Jahren deutlich verbessert. Wie es dazu kam und wo wir heute stehen -diesen Fragen geht Peter Borchmann als Gastgeber der KML-Podcastreihe im Gespräch mit Hartmut Goldschmidt und Leo Rasche nach.
Rückblick auf 30 Jahre Myelom-Forschung: Was haben wir erreicht?
Im Podcast geht es darum, wie sich die Behandlung des Multiplen Myeloms in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Während die Therapie vor rund 35 Jahren auf wenige, nur begrenzt wirksame Medikamente beschränkt war und die mittlere Lebenserwartung bei etwa drei Jahren lag, führten neue Ansätze wie Hochdosistherapien und Stammzelltransplantationen zu deutlich besseren Ergebnissen – bis hin zu langanhaltenden Remissionen. Im Gespräch wird nachgezeichnet, welche wissenschaftlichen und klinischen Hürden dabei überwunden werden mussten und wie konsequente klinische Studien dazu beigetragen haben, dass das Multiple Myelom heute für viele Betroffene deutlich besser beherrschbar ist.
Multiples Myelom: T-Zell aktivierende Immuntherapie auf dem Weg in die Erstlinie?
Im vorherigen Podcast wurde gemeinsam mit Hartmut Goldschmidt zurückgeblickt und gezeigt, wie sich die Therapie des Multiplen Myeloms in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt verbessert hat. Daran knüpft diese Folge an – diesmal mit Blick nach vorn: Peter Borchmann spricht mit Leo Rasche aus Würzburg über T-Zell-aktivierende Immuntherapien wie CAR-T-Zelltherapien und bispezifische Antikörper. Im Zentrum steht, wie diese Verfahren das Immunsystem gezielt gegen Myelomzellen lenken und warum sich die krankhaft vermehrten Plasmazellen durch passende Zielstrukturen besonders gut für solche modernen Ansätze eignen.
Multiples Myelom: GMMG-HD9/DSMM XVIII – Studienteilnahme jetzt für mehr Betroffene möglich
In der klinischen Studie GMMG-HD9/DSMM XVIII wird eine Erhaltungstherapie (Maintenance) nach Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation beim neu diagnostizierten Multiplen Myelomuntersucht. Verglichen werden zwei Ansätze: Iberdomid allein versus Iberdomid plus Isatuximab (zusätzlicher Antikörper, unter die Haut gespritzt). Ziel ist herauszufinden, ob die Kombination zu einem tieferen Ansprechen und längerer krankheitsfreier Zeit führen kann.
Wichtiges Update (seit Anfang Dezember 2025):
Die Studie steht nun auch Patientinnen und Patienten offen, die ihre Quadruplet-Induktionstherapie und die autologe Stammzelltransplantation außerhalb der Vorgängerstudie GMMG-HD8/DSMM XIX erhalten haben.Damit können mehr Betroffene grundsätzlich für eine Teilnahme in Frage kommen – vorausgesetzt, die Vorbehandlung entsprach den genannten Kriterien (Quadruplet-Schema, in der Regel 4–6 Zyklen, ggf. mit kurzer Konsolidierung).
Wenn Sie sich für die Studie interessieren: Sprechen Sie Ihr behandelndes Zentrum an, ob die Teilnahme zeitlich und anhand Ihrer Vorbehandlung möglich ist.