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Diagnose, Verlauf und Krankheitsaktivität
| Begriff | Abkürzung / Synonym | Patientengerecht erklärt |
| Albuminurie |
Albumin im Urin |
Form der Eiweißausscheidung im Urin, die auf eine Nierenschädigung hinweisen kann. |
| Anämie |
Blutarmut |
Zu wenig roter Blutfarbstoff oder rote Blutkörperchen. Betroffene können müde, schwach oder kurzatmig sein. |
| Bence-Jones-Proteinurie |
Leichtketten im Urin |
Ausscheidung freier Leichtketten über den Urin. Kann ein Hinweis auf eine Plasmazellerkrankung sein. |
| Cast-Nephropathie |
Myelomniere |
Nierenschädigung durch Ausfällung freier Leichtketten in den Nierenkanälchen. |
| CRAB-Kriterien |
CRAB |
Abkürzung für wichtige Zeichen eines behandlungsbedürftigen Myeloms: erhöhtes Kalzium, Nierenfunktionsstörung, Blutarmut und Knochenveränderungen. |
| Diagnose |
— |
Feststellung und Einordnung einer Erkrankung. Beim Myelom gehören dazu meist Blut- und Urinuntersuchungen, Knochenmarkuntersuchung und Bildgebung. |
| Endorganschaden |
Organschaden |
Schädigung eines Organs, die durch die Plasmazellerkrankung verursacht sein kann. |
| Fokale Läsion |
Herdbefund |
Begrenzte auffällige Stelle, zum Beispiel im MRT oder PET/CT. |
| Hyperkalzämie |
erhöhtes Kalzium |
Erhöhter Kalziumwert im Blut. Beim Myelom kann das durch Knochenabbau entstehen. |
| Hyperviskosität |
zähflüssigeres Blut |
Seltene Komplikation, bei der viele Eiweiße das Blut zähflüssiger machen können. |
| Initialdiagnostik |
Erstdiagnostik |
Erste Untersuchungen bei Verdacht auf ein Multiples Myelom. |
| Knochenläsion |
Knochenveränderung |
Auffällige Veränderung im Knochen, zum Beispiel durch Myelomherde. |
| Krankheitsaktivität |
— |
Beschreibt, wie aktiv die Erkrankung aktuell ist. |
| Krankheitsprogression |
Progress |
Fortschreiten oder Zunahme der Erkrankungsaktivität. |
| M-Gradient |
M-Spike |
Auffälliger Eiweißgipfel in der Eiweißelektrophorese. Er kann auf ein monoklonales Eiweiß hinweisen. |
| Minimale Resterkrankung |
MRD |
Sehr empfindlicher Nachweis verbliebener Myelomzellen nach Behandlung. |
| Monoklonal |
— |
Bedeutet, dass viele gleiche Zellen oder Eiweiße von einer Ursprungszelle abstammen. |
| Monoklonale Gammopathie |
— |
Nachweis eines gleichartigen Antikörpers oder Antikörperbestandteils im Blut oder Urin. |
| Niereninsuffizienz |
Nierenschwäche |
Eingeschränkte Nierenfunktion. Beim Myelom können unter anderem freie Leichtketten die Nieren belasten. |
| Osteolyse |
Knochenauflösung |
Knochenabbau oder Knochenzerstörung. Kann Schmerzen und Knochenbrüche begünstigen. |
| Paraprotein |
M-Protein |
Krankhaft vermehrtes, gleichartiges Eiweiß, das von Myelomzellen gebildet werden kann. |
| Proteinurie |
Eiweiß im Urin |
Nachweis von Eiweiß im Urin. Kann auf eine Nierenbeteiligung hinweisen. |
| Refraktär |
therapieresistent |
Die Erkrankung spricht auf eine Behandlung nicht oder nicht mehr ausreichend an. |
| Remission |
Rückgang der Erkrankung |
Die Erkrankung wurde durch eine Behandlung zurückgedrängt. Es gibt verschiedene Tiefen des Ansprechens. |
| Rezidiv |
Rückfall |
Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung nach einer Phase der Kontrolle. |
| Rezidivdiagnostik |
Rückfalldiagnostik |
Untersuchungen bei Verdacht auf Wiederauftreten oder Fortschreiten der Erkrankung. |
| SLiM-CRAB-Kriterien |
SLiM-CRAB |
Erweiterte Kriterien, mit denen beurteilt wird, ob ein Myelom behandlungsbedürftig ist. Dazu gehören Labor-, Knochenmark- und Bildgebungsbefunde. |
| Tumorlast |
Krankheitslast |
Ausmaß der Erkrankung im Körper. |
| Verlaufsdiagnostik |
Verlaufskontrolle |
Wiederholte Untersuchungen, um die Erkrankung und das Ansprechen auf eine Behandlung zu beobachten. |