Palliativmedizin unterstützt Menschen mit einer fortgeschrittenen oder nicht heilbaren Krebserkrankung. Im Mittelpunkt stehen die bestmögliche Lebensqualität, die Linderung belastender Beschwerden und eine gute Begleitung von Patientinnen, Patienten und Angehörigen.
Palliativmedizin bedeutet nicht, dass keine Behandlung mehr möglich ist. Sie kann frühzeitig ergänzend zur Krebstherapie eingesetzt werden – zum Beispiel, wenn Schmerzen, Erschöpfung, Atemnot, Übelkeit, Angst oder andere belastende Beschwerden auftreten. Auch Fragen zu Therapiezielen, Unterstützung im Alltag, Vorsorgeplanung und Begleitung der Angehörigen können Teil der palliativmedizinischen Versorgung sein.
Die Patientenleitlinie Palliativmedizin richtet sich an erwachsene Menschen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung und palliativmedizinischem Betreuungsbedarf sowie an deren Angehörige. Sie erklärt die Grundprinzipien der Palliativmedizin in verständlicher Sprache. Die Leitlinie geht nicht auf die spezielle Diagnostik oder Behandlung einzelner Krebsarten ein, sondern beschreibt allgemeine Unterstützungsmöglichkeiten.
Die zugrunde liegende S3-Leitlinie Palliativmedizin hat das Ziel, die Symptomkontrolle und die palliativmedizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit nicht heilbarer Krebserkrankung zu verbessern. Die derzeit gültige Version ist laut Leitlinienprogramm Onkologie Version 2.2; eine Konsultationsfassung zur Aktualisierung wurde 2026 veröffentlicht, ist aber noch nicht die endgültig autorisierte Fassung.
Die Patientenleitlinie informiert unter anderem über:
- Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Verstopfung, Erschöpfung oder Angst
- Gespräche über Behandlungsziele und persönliche Wünsche
- Unterstützung durch Palliativteams, Hospizdienste und andere Versorgungsangebote
- Hilfe für Angehörige
- Vorsorgeplanung, Patientenverfügung und wichtige Entscheidungen
- Begleitung in der letzten Lebensphase
Die Patientenleitlinie kann helfen, palliativmedizinische Angebote besser zu verstehen und sich auf Gespräche mit dem Behandlungsteam vorzubereiten. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung. Welche Unterstützung im Einzelfall sinnvoll ist, sollte gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen, Ärzten und dem Palliativteam besprochen werden.