Zur Behandlung des Multiplen Myeloms stehen heute viele verschiedene Medikamente zur Verfügung. Sie werden häufig miteinander kombiniert, damit die Myelomzellen auf unterschiedlichen Wegen angegriffen werden. Welche Behandlung geeignet ist, hängt unter anderem vom Krankheitsstadium, bisherigen Therapien, Begleiterkrankungen, Allgemeinzustand und von möglichen Nebenwirkungen ab.
Die wichtigsten Medikamentengruppen sind:
- Kortisonpräparate, zum Beispiel Dexamethason oder Prednison/Prednisolon
- Proteasom-Inhibitoren, zum Beispiel Bortezomib, Carfilzomib oder Ixazomib
- Immunmodulatoren, zum Beispiel Lenalidomid, Pomalidomid oder Thalidomid
- Monoklonale Antikörper, zum Beispiel Anti-CD38-Antikörper
- Antikörper-Wirkstoff-Konjugate
- Bispezifische Antikörper
- CAR-T-Zelltherapien
- Klassische Chemotherapeutika und weitere zielgerichtete Wirkstoffe
Viele dieser Arzneimittel sind nur für bestimmte Behandlungssituationen zugelassen, zum Beispiel für die Erstbehandlung, die Erhaltungstherapie oder die Behandlung eines Rückfalls. Die Zulassungen und Einsatzmöglichkeiten können sich ändern. Deshalb sollte immer das behandelnde hämatologisch-onkologische Team prüfen, welche Therapie im Einzelfall infrage kommt.