Eingabehilfen öffnen

Zum Hauptinhalt springen

Neues CCC Nord als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet

04. August 2026

Die Deutsche Krebshilfe baut ihr Netzwerk der Onkologischen Spitzenzentren weiter aus. Im Mittelpunkt steht dabei die Gründung des Comprehensive Cancer Center Nord, kurz CCC Nord. In dem neuen norddeutschen Konsortium arbeiten das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) mit den Standorten Kiel und Lübeck künftig noch enger zusammen.

Das CCC Nord wurde nach einer Begutachtung durch ein internationales Expertengremium als Onkologisches Spitzenzentrum anerkannt. Für die kommenden vier Jahre erhält der neue Verbund eine Förderung von 4,8 Millionen Euro.

Starke Krebsmedizin für Norddeutschland

Mit dem CCC Nord entsteht ein bundesländerübergreifendes Netzwerk für Krebsmedizin und Krebsforschung in Hamburg und Schleswig-Holstein. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten im Norden unabhängig vom Wohnort einen besseren Zugang zu universitärer Spitzenmedizin, modernen Behandlungskonzepten und klinischen Studien zu ermöglichen.

Das UCC Hamburg wird bereits seit 2009 von der Deutschen Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum gefördert. Das UCC Schleswig-Holstein wurde nun erstmals als CCC ausgezeichnet. Gemeinsam wollen beide Zentren die Krebsversorgung und -forschung weiter vernetzen – von Prävention und Diagnostik über personalisierte Behandlung bis hin zu Nachsorge und Leben nach Krebs.

Forschung, Studien und Versorgung enger verbinden

Ein besonderer Schwerpunkt des CCC Nord liegt auf der schnellen Umsetzung neuer Erkenntnisse in klinischen Studien. Außerdem sollen gemeinsame Standards, Forschungsprojekte und regionale Kooperationen weiter ausgebaut werden.

Das neue Konsortium umfasst rund 80 Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner und versorgt ein Einzugsgebiet von etwa sieben bis acht Millionen Menschen. Damit soll die onkologische Expertise der universitären Spitzenzentren stärker in die Fläche getragen werden – auch in regionale Kliniken und Facharztpraxen.

Weitere geförderte Onkologische Spitzenzentren

Insgesamt stellt die Deutsche Krebshilfe 35,4 Millionen Euro für die Weiterförderung mehrerer Comprehensive Cancer Center und CCC-Verbünde in den kommenden vier Jahren bereit.

Gefördert werden:

  • Aachen/Bonn/Köln/Düsseldorf (CIO ABCD)
  • Dresden (UCC/NCT Dresden)
  • Hamburg/Kiel/Lübeck (CCC Nord)
  • Heidelberg/Mannheim (CCC-Konsortium Heidelberg-Mannheim)
  • Leipzig/Jena (Mitteldeutsches Krebszentrum)
  • München (CCC MünchenLMU/TUM)
  • Würzburg/Erlangen/Regensburg/Augsburg (CCC Allianz WERA)

Mit der Förderung will die Deutsche Krebshilfe die Onkologischen Spitzenzentren als zentrale Strukturen der Krebsmedizin weiter stärken. Dort arbeiten interdisziplinäre Teams, Forschungseinrichtungen und regionale Partner zusammen, damit neue wissenschaftliche Erkenntnisse schneller bei Patientinnen und Patienten ankommen.

Bedeutung für Patientinnen und Patienten

Onkologische Spitzenzentren verbinden spezialisierte Krebsversorgung, Forschung, klinische Studien und regionale Vernetzung. Für Betroffene kann dies bedeuten: mehr Zugang zu Expertise, besser abgestimmte Behandlungswege und mehr Möglichkeiten, sich über innovative Studien und Versorgungsangebote zu informieren.

Die Gründung des CCC Nord ist damit ein wichtiger Schritt für die Krebsversorgung in Norddeutschland – und zugleich Teil eines bundesweiten Ausbaus der onkologischen Spitzenmedizin.

 

top