CAR-T-Zelltherapie beim Multiplen Myelom: Neue Daten machen auf seltene späte neurologische Nebenwirkungen aufmerksam
Die CAR-T-Zelltherapie mit Ciltacabtagene autoleucel (Cilta-cel) kann beim mehrfach vorbehandelten Multiplen Myelom sehr wirksam sein. Eine aktuelle Auswertung der Uniklinik Köln rückt nun seltene, aber potenziell schwerwiegende neurologische Komplikationen in den Fokus, die nicht dem bekannten ICANS-Syndrom zugeordnet werden und auch erst Wochen bis Monate nach der Klinikentlassung auftreten können. Dazu zählen unter anderem Bewegungsstörungen, Hirnnervenlähmungen, Guillain-Barré-ähnliche Syndrome oder Entzündungen des Gehirns.
Die Forschenden betonen, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit von Onkologie und Neurologie sowie eine gute Aufklärung über mögliche Warnzeichen nach einer CAR-T-Zelltherapie ist. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: Auch nach der Entlassung sollten neue neurologische Beschwerden ernst genommen und rasch ärztlich abgeklärt werden.