Eine Krebsbehandlung kann körperlich und seelisch belastend sein. Neben der eigentlichen Behandlung der Krebserkrankung ist deshalb eine gute unterstützende Begleitung wichtig. Diese wird supportive Therapie genannt.
Supportive Maßnahmen sollen helfen, Beschwerden zu lindern, Nebenwirkungen vorzubeugen oder frühzeitig zu behandeln und die Lebensqualität möglichst gut zu erhalten. Sie können während der Therapie, nach der Behandlung oder auch im weiteren Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle spielen.
Die Patientenleitlinie Supportive Therapie richtet sich an erwachsene Menschen mit einer Krebserkrankung sowie an Angehörige. Sie erklärt in verständlicher Sprache, welche Beschwerden und Nebenwirkungen auftreten können und welche Möglichkeiten es gibt, damit umzugehen. Grundlage ist die medizinische S3-Leitlinie zur supportiven Therapie. Die S3-Leitlinie wurde 2025 aktualisiert; neu berücksichtigt wurden unter anderem Nebenwirkungen moderner Immuntherapien sowie mögliche Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und Nervensystem.
Die Patientenleitlinie informiert unter anderem über:
- Blutarmut und Veränderungen der Blutzellen
- Infektionen und Fieber
- Übelkeit, Erbrechen und Darmbeschwerden
- Beschwerden im Mund und an der Schleimhaut
- Hautprobleme und Haarausfall
- Nervenbeschwerden, zum Beispiel Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schmerzen
- Knochen- und Gelenkbeschwerden
- Lungenbeschwerden
- Beschwerden im Zusammenhang mit Bestrahlung oder Medikamenten
Die Leitlinie kann helfen, Beschwerden besser einzuordnen und sich auf Gespräche mit dem Behandlungsteam vorzubereiten. Wichtig ist: Nebenwirkungen sollten frühzeitig angesprochen werden. Viele Beschwerden lassen sich besser behandeln, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.
Die Patientenleitlinie ersetzt keine ärztliche Beratung. Welche unterstützenden Maßnahmen im Einzelfall sinnvoll sind, sollte immer gemeinsam mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprochen werden.