Wenn der Verdacht auf ein Multiples Myelom besteht, sind mehrere Untersuchungen notwendig. Sie helfen dabei zu klären, ob tatsächlich ein Myelom vorliegt, wie ausgeprägt die Erkrankung ist und ob Organe oder Knochen betroffen sind.
Dazu gehören meist:
Blutuntersuchungen
Im Blut werden unter anderem das Blutbild, die Nierenwerte, der Kalziumwert, Eiweißwerte und bestimmte Antikörper untersucht. Wichtig ist auch die Suche nach einem sogenannten monoklonalen Protein, auch M-Protein oder Paraprotein genannt. Dieses Eiweiß wird von den veränderten Plasmazellen gebildet.
Urinuntersuchungen
Auch im Urin können krankheitsbedingte Eiweiße nachweisbar sein. Dazu gehören sogenannte freie Leichtketten, die früher häufig als Bence-Jones-Proteine bezeichnet wurden.
Knochenmarkuntersuchung
Für die Diagnose ist meist eine Knochenmarkprobe erforderlich. Dabei wird untersucht, ob sich im Knochenmark vermehrt gleichartige, krankhaft veränderte Plasmazellen befinden. Von einem Multiplen Myelom spricht man in der Regel, wenn mindestens 10 % klonale Plasmazellen im Knochenmark nachgewiesen werden oder ein Plasmozytom durch eine Gewebeprobe bestätigt wurde und zusätzlich bestimmte weitere Kriterien erfüllt sind.
Bildgebende Untersuchungen
Da das Multiple Myelom die Knochen betreffen kann, werden bildgebende Verfahren eingesetzt. Dazu können je nach Situation eine Computertomografie, Magnetresonanztomografie oder PET-CT gehören. Ziel ist es, Knochenschäden, Knochenmarkbefall oder einzelne Herde der Erkrankung zu erkennen.