Viele Menschen mit Multiplem Myelom nehmen zusätzlich Medikamente gegen Bluthochdruck, Herzschwäche oder erhöhte Cholesterinwerte ein. Häufig entsteht dabei die Sorge: „Machen diese Mittel meine Krebstherapie weniger wirksam?“
Ein aktueller Bericht (Deutsches Ärzteblatt, 26.03.2026) fasst Daten aus großen klinischen Studien mit insgesamt 1.804 Myelom-Patientinnen und -Patienten zusammen. Das Ergebnis ist beruhigend: Gängige Herz-Kreislauf-Medikamente – darunter Blutdruckmittel, Statine (Cholesterinsenker) und „Wassertabletten“ (Diuretika) – waren insgesamt nicht damit verbunden, dass die Myelomtherapie schlechter wirkt oder die Behandlungsergebnisse schlechter ausfallen.
Wichtig ist trotzdem: Einige Medikamentengruppen (vor allem ACE-Hemmer/Sartane und Diuretika) waren in der Auswertung häufiger mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden. Das heißt nicht, dass man sie absetzen sollte – aber es unterstreicht, wie wichtig eine gute Abstimmung zwischen Hämatologie/Onkologie, Hausarzt und ggf. Kardiologie ist. Blutdruck, Nierenwerte und Elektrolyte sollten bei Bedarf engmaschig kontrolliert werden.