Stammzelltransplantationen (SZT) finden vor allem bei der Behandlung von Patient*innen mit Blutkrebs statt. In Deutschland werden jährlich über 3000 allogene Stammzelltransplantationen durchgeführt – Tendenz steigend. „Allogene Stammzelltransplantation bedeutet, dass die Patientin bzw. der Patient Knochenmark oder Blutstammzellen einer Spenderin bzw. eines Spenders empfängt.“, erklärt Prof. Carsten Müller-Tidow vom Universitätsklinikum Heidelberg. Eine möglichst hohe Rate an Übereinstimmung sogenannter HLA-Merkmale (HLA = Humane Leukozytenantigene) ist dabei entscheidend, um die Wahrscheinlichkeit von Abwehrreaktionen des gespendeten Knochenmarks gegen den Organismus der Empfänger*innen zu verringern. Im Gegensatz dazu kommen bei der autologen SZT eigene Knochenmark- oder Blutstammzellen zum Einsatz, die vorab entnommen wurden. Dieses Verfahren wird eher bei der Therapie des multiplen Myeloms angewendet.

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