Was ist Vitamin D3?

Vitamin D3 (Cholecalciferol) spielt bei der Calcium-Aufnahme eine zentrale Rolle. Es ist wichtig für die gesunde Funktion von Knochen, Muskeln, Nerven und Immunsystem. Cholecalciferol (auch Calciol oder Vitamin D3 genannt), das hauptsächlich in Pflanzen vorkommende Calciferol (Vitamin D2), Lumisterol (Vitamin D1), 22,23-Dihydroergocalciferol (Vitamin D4) und Sitocalciferol (Vitamin D5) zählen zu den Vitaminen der D-Gruppe und werden daher unter dem Begriff "D-Vitamine" zusammengefasst. Dabei sind Provitamin D2 (Ergocalciferol), Vitamin D3, die Provitamine 7-Dehydrocholesterol, Ergosterol und die biologisch ebenfalls aktiven Metabolite von Calcidiol und das Hormon Calcitriol für den menschlichen Metabolismus von Bedeutung.

In unserer Haut kann mit Hilfe von auf sie einwirkender ultravioletter Strahlung (UV-B) Vitamin D3 gebildet werden. Aufgrund dieser sonnenlichtabhängigen Biosynthese von Cholecalciferol trifft die Definition eines Vitamins auf Vitamin D3 nicht vollständig zu, da als Vitamine per Definition streng genommen nur Stoffe bezeichnet werden, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden können. Aus historischen Gründen und da die körpereigene Produktion von Vitamin D in vielen vor allem äquatorfernen Regionen der Welt in Abhängigkeit von Jahreszeit und Wetter (Sonnenstunden und Intensität der Lichteinstrahlung) sowie individuellem Lebensstil nicht bedarfsdeckend ist, werden die Verbindungen aus der Gruppe der D-Vitamine auch weiterhin als Vitamine bezeichnet.

Wie hoch ist der Vitamin-D-Tagesbedarf?

Der Vitamin-D-Tagesbedarf liegt nach Angaben der DGE bei unzureichender Sonnenlichtexposition und somit fehlender endogener Synthese bei 10µg bei bis zu 12 Monate alten Säuglingen und bei 20µg für alle anderen Bevölkerungsgruppen (inkl. Schwangeren, Stillenden und Senioren). Dabei entsprechen 1000 I.E. 25µg Vitamin D.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?

Je nach klimatischen Bedingungen und Jahreszeit spielt die Zufuhr von Vitamin D über die Nahrung nur eine untergeordnete Rolle, da in sonnenlichtreichen Jahreszeiten und Gegenden ein großteil des Vitamin-D-Bedarfs über Eigensynthese in der Haut gedeckt wird. Jedoch gerade in den Herbst- und Wintermonaten, in denen wenig Sonnenlicht Gegenden der nördlichen Hämisphere erreicht, sollten vorzugsweise Lebensmittel, die hohe Cholecalciferol- und/oder Ergocalciferol-Gehalte aufweisen, gegessen werden. Zu den Nahrungsmitteln, die die höchsten Konzentrationen an (Prä-)Vitaminen der D-Gruppe aufweisen, zählen Fisch, Avocados, Pilze und Eier. Vegetarier nehmen im Schnitt deutlich weniger Vitamin D über die Nahrung auf als Fleisch- und Fischkonsumenten. In tierischen Lebensmitteln ist überwiegend Cholecalciferol, in pflanzlichen Ergosterol (Provitamin D2) enthalten. Absteigend geordnete Vitamin-D-Gehalte einiger Nahrungsmittel nach Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 1999 und BLS 2.2, Vorkommen in µg pro 100g tierischen Lebensmittels: Lebertran: 330, Hering: 27, Lachs, Aal: 22,  Sardine: 10, Forelle: 7, Thunfisch: 6, Milch: bis zu 3,8 (je nach Jahreszeit), Ei: 2,9 (schwankend, Jahresdurchschnitt), Rinderleber: 2, Schweineleber: 1, Kabeljau, Makrele: 1, Gorgonzola, Weichkäse, Sahne: 1, Butter, Mayonnaise: 1. In höheren Konzentrationen ist Vitamin D in folgenden pflanzlichen Lebensmitteln enthalten (Angabe in µg pro 100g Nahrungsmittel: Avocado: 5, Steinpilze: 3, mit Vitamin D angereicherte Margarine: 3, Pfifferling, Champignon: 2.