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Komplementärmedizin

Alternativmedizin (auch Alternative Medizin) und Komplementärmedizin (auch komplementäre Medizin) sind Sammelbezeichnungen für Behandlungsmethoden und diagnostische Konzepte, die sich als Alternative oder Ergänzung zu wissenschaftlich begründeten Methoden der Medizin verstehen.

Zu den alternativ- und komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden gehören Naturheilverfahren, Körpertherapieverfahren, einige Entspannungsverfahren und Behandlungsmethoden wie Homöopathie, Osteopathie und Eigenbluttherapie sowie Methoden der anthroposophischen Medizin und der Traditionellen Chinesischen Medizin. Für viele alternativmedizinische Therapien konnte weder ein wissenschaftlich plausibler pharmakologischer Wirkmechanismus noch eine pharmakologische Wirkung, die über einen Placeboeffekt hinausgeht, nachgewiesen werden. Einige Verfahren der Alternativmedizin lassen sich den Pseudowissenschaften zuordnen.

Zurzeit existiert keine allgemein akzeptierte Definition von „Alternativmedizin“. Der Pschyrembel für Naturheilkunde und alternative Heilverfahren beschreibt „Alternativmedizin“ als „umstrittene und unscharfe Sammelbezeichnung für diagnostische und therapeutische Verfahren, die außerhalb der konventionellen Medizin stehen“. Der Begriff suggeriere, „dass diese Methoden anstatt der Schulmedizin eingesetzt werden können; überzeugende Daten zur klinischen Evaluation bezüglich Wirksamkeit und Unbedenklichkeit fehlen für viele Methoden der Alternativmedizin; die theoretischen Erklärungsmodelle erscheinen häufig spekulativ“. Insofern kann der Begriff „alternative“ Medizin (ähnlich wie „alternative“ Fakten) auch als Oxymoron verstanden werden.

„Komplementär“ meint Ergänzung – Ergänzung eines etablierten Medizinsystems zu einem „neuen Ganzen“. Der Begriff „Komplementärmedizin“ wird oft als Ersatz für den Begriff „Alternativmedizin“ gebraucht. „Komplementärmedizin“ soll signalisieren, dass die damit bezeichneten Methoden nicht als Alternativen zur etablierten Medizin angesehen werden sollten, sondern als Ergänzungen. Das entspricht zum einen den Gepflogenheiten der Patienten, die zusätzlich zu konventionellen auch andere Methoden nachfragen, und kommuniziert zum anderen die Absicht der Anbieter unkonventioneller Heilmethoden, mit der etablierten Medizin zusammenzuarbeiten. Der Begriff wird auch in Deutschland zunehmend verwendet.

Quelle: Wikipedia

Mehr dazu in der Onkopedia-Leitlinie "Komplementäre und alternative Therapieverfahren" ....

Neue S3-Leitlinie zu Komplementärmedizin bei Krebs

Eine neue S3-Leitlinie gibt Empfehlungen zum Einsatz komplementärmedizinischer Verfahren in der Behandlung von onkologischen Patienten. Das Spektrum der 155 Empfehlungen und Statements reicht dabei von Akupunktur und Meditation über Chirotherapie und Sport bis hin zu Vitaminen und Mistelpräparaten.

Erarbeitet wurden die 155 Empfehlungen und Statements unter Federführung der Deutschen Krebsge­sell­­schaft, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie, der Deutschen Ge­sellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe und der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie.

zur S3-Leitlinie Kurzversion ....

zur S3-Leitlinie Langversion ....

Komplementäre Krebstherapie – was ist das?

Viele Krebspatienten möchten ihren Körper schon während der Behandlung auf natürliche Weise stärken und wenden unterstützende Maßnahmen an. Dadurch fühlen sie sich der Krankheit nicht so hilflos ausgeliefert und schöpfen neue Hoffnung. Tatsächlich können komplementäre Methoden ihre Beschwerden lindern, wenn sie auf die Ersttherapie abgestimmt sind. Deshalb sollte das Verfahren immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, um den Therapieerfolg nicht zu gefährden.

Damit Sie Ihren Körper im Falle einer Krebserkrankung optimal unterstützen können, informieren wir Sie in dieser Broschüre über anerkannte Therapieergänzungen bei Krebs. Sie erfahren, was Sie selbst tun können, um Ihren Körper zu stärken und was Sie bei der Wahl einer neuen Therapie oder eines Arztes beachten sollten, um nicht auf falsche Heilsversprechen hereinzufallen.

Zur Broschüre ....

Ernährung, Bewegung u. Naturheilverfahren — Was kann ich selber tun?

Die beiden Begriffe komplementäre und alternative Medizin werden oft in einem Atemzug genannt und nicht unterschieden. Patienten mit einer Krebserkrankung fragen nach alternativer Medizin, wenn sie auf der Suche nach “natürlichen“, sanften Heilmitteln sind, die ihnen helfen können. Dabei suchen sie meist eine begleitende Therapie zur Krebsbehandlung durch den Onkologen - also eine komplementäre, ergänzende Therapie. Das Bedürfnis der Patienten, selber aktiv zu werden und so zu einem guten Gelingen der Therapie beizutragen, ist nicht nur verständlich, sondern wichtig. Selber aktiv sein heißt, sein Schicksal in die Hand zu nehmen. Dabei geht es vor allem darum, die Zeit der Behandlungen und die anschließende Erholungszeit besser zu durchleben. Leider treffen Patienten manchmal bei den sie behandelnden Onkologen auf wenig Wissen und Zeit zu dem Thema und geraten damit immer wieder zu unseriösen Anbietern. Hier werden Heilsversprechen gemacht, die auf Methoden beruhen, für die keine Wirksamkeit nachgewiesen ist, für die teilweise sogar Risiken und Schäden bestehen. Solche Methoden gehören zur alternativen Medizin.

In dieser Broschüre gibt Frau Prof. Dr. med. Jutta Hübner - Stiftungsprofessur für Integrative Onkologie der Stiftung Deutsche Krebshilfemöchten  - Patientinnen und Patienten einen Wegweiser in die Welt der komplementären und alternativen Medizin.

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Nahrungsergänzungsmittel bei der Krebstherapie: Sinnvolle Ergänzung oder unterschätzte Gefahr?

Nach einer Krebsdiagnose stellen sich Betroffene häufig die Frage, ob und wie sie ihren Körper während einer Behandlung unterstützen können. Wäre die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln hilfreich? Hierzu gibt es keine allgemeingültigen Empfehlungen für Krebspatient*innen. Wenn allerdings ein Nährstoffmangel vorliegt, z.B. ausgelöst durch eine Therapie oder eine spezielle Stoffwechselsituation, sollte dieser ausgeglichen werden. In Drogerien, Supermärkten und Apotheken findet sich eine Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln in unterschiedlichen Formen (z.B. Pillen, Säfte usw.), die alle Gutes für die Gesundheit versprechen.

Ist dies tatsächlich so? Prof. Dr. Jutta Hübner vom Uniklinikum Jena erläutert im Gespräch, wann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel für Krebspatient*innen sinnvoll ist, weist aber auch auf Risiken hin, die u.a. durch mögliche Interaktionen von Nahrungsergänzungsmitteln mit anderen Medikamenten bestehen können. Dies ist Patient*innen während einer Krebstherapie oft nicht bewusst. Wer sich unsicher ist, sollte vor der Einnahme seinen behandelnden Arzt oder Ärztin fragen.

Mehr erfahren ....

Video: "Komplementäre Medizin in der Onkologie"

Das Video zeigt ein Gespräch zur komplementären und begleitenden Therapie bei Krebs. Die beiden Begriffe komplementäre und alternative Medizin werden oft in einem Atemzug genannt. Patienten mit einer Krebserkrankung fragen nach alternativer Medizin, wenn sie auf der Suche nach „natürlichen“, sanften Heilmitteln sind, die ihnen helfen können. Dabei suchen sie meist eine begleitende Therapie zur Krebsbehandlung durch den Onkologen - also eine komplementäre, ergänzende Therapie.
Zu Wort kommt Martina Kiehl vom Hautkrebs-Netzwerk Deutschland e.V. und Frau Prof. Dr. Jutta Hübner von der Universitätsklinik Jena, Expertin für Komplementäre Onkologie.

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