Die Therapielandschaft beim Multiplen Myelom (MM) hat sich in den letzten Jahren stark verändert: So existieren heute zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten mit Substanzen verschiedener Wirkstoffklassen in der Erstlinie und vor allem im Rezidiv. „Ein Standardprotokoll gibt es nicht, da jede und jeder Betroffene anders ist. Daher steht eine individualisierte Therapie im Vordergrund“, sagte Prof. Dr. Christoph Renner vom Onkozentrum Hirslanden in Zürich, Schweiz, auf einem Symposium, das im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie stattfand. Die komplexe, langfristige Behandlung umfasse multiple Therapielinien, sodass bei der Planung der Sequenz immer bereits der nächste Schritt bedacht werden sollte.

„Angesichts der Fülle der therapeutischen Möglichkeiten gilt es herauszufinden, wie die Patientinnen und Patienten am besten behandelt werden können – die MRD-Bestimmung kann hier eine Hilfe sein“, sagte Prof. Dr. Martin Kortüm vom Universitätsklinikum Würzburg. Ziel der Therapie sei es, die Patientinnen und Patienten möglichst lange in Remission zu halten. „Wir wissen, dass das Erreichen einer Komplettremission heute nicht mehr ausreichend ist. Wir kennen den Zustand der MRD-Positivität, aus der hervorgeht, dass zwar eine Komplettremission vorhanden ist, aber die minimale Resterkrankung mittels sensitiver Methodik noch nachweisbar ist. Mit den neuen Therapieoptionen können wir auch MRD- Negativität erreichen“, erklärte Kortüm.

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