Multiple Myelome entwickeln sich schrittweise. Die beiden Vorstufen der Krankheit werden Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifikanz (MGUS) und Smouldering Multiples Myelom (SMM, auf deutsch “Schwelendes Multiples Myelom”) genannt. Das Risiko aus diesen Vorstufen ein behandlungsbedürftiges Myelom zu entwickeln ist nicht immer gleich hoch.

 

MGUS

Eine Vorstufe des Multiplen Myeloms ist die sogenannte Monoklonale Gammopathie unbestimmter Signifi- kanz (MGUS). Hierbei lassen sich bereits monoklonale Plasmazellen nachweisen. Deren Anzahl ist jedoch so gering, dass definitionsgemäß keine klinischen Zeichen oder Krankheitssymptome hervorgerufen werden. Ein MGUS tritt bei 1-3 % der über 60-Jährigen auf und ist zunächst als reine Laborwertauffälligkeit einzuordnen, die jedoch beobachtungsbedürftig ist, da das MGUS mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1 % pro Jahr in ein Multiples Myelom übergehen kann. Die MGUS ist assoziiert mit vermehrten Infektionen, Osteoporose, myeloischen Erkrankungen und einer gesteigerten Rate von Thrombosen. Aufgrund der potentiellen Toxizität der Leichtketten kann die Nierenfunktion eingeschränkt werden.

Smoldering Myelom

Das “Smoldering” Multiple Myelom (SMM) ist im Vergleich zum MGUS durch eine größere Zahl von monoklonalen Plasmazellen im Knochenmark oder deren Produkte gekennzeichnet. Die häufigsten Organschäden beim symptomatischen MM betreffen Kalziumfreisetzung aus den Knochen, Nierenfunktionsverschlechterung, Blutarmut (Anämie) und Knochenzerstörung. In der englischsprachigen Literatur werden diese Symptome als CRAB-Symptome bezeichnet. Diese Endorganschäden treten definitionsgemäß bei Patienten mit Smoldering Myelom nicht auf.

Quelle: Patienten-Handbuch Multiples Myelom

 

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik "MGUS und SMM"