Das Multiple Myelom (MM) ist eine Krebserkrankung von Zellen der körpereigenen Abwehr (hier die Plasmazellen). Die malignen (bösartigen) Plasmazellen, als Myelomzellen bezeichnet, besiedeln dabei meist das Knochenmark. Die Besiedlung ist diffus und/oder herdförmig. Das MM ist der häufigste Knochen(mark)-krebs in den westlichen Ländern.

Die Häufigkeit des MM beträgt in Deutschland 3-6 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner. Das Verhältnis von erkrankten Männern zu Frauen ist 3:2. Die Häufigkeit des MM nimmt mit dem Alter zu.

Ursächlich für die Symptome des MM ist ein Wachstum von malignen Plasmazellen (Myelomzellen) im Knochenmark. Die “normalen” Plasmazellen sind ein wesentlicher Bestandteil des Immunsystems. Das Knochenmark ist im Körper ein wichtiger Aufenthaltsort für Plasmazellen und konzentriert sich im Becken, in der Wirbelsäule und in den Röhrenknochen der Oberarme und Oberschenkel. Maligne Plasmazellen sind monoklonal, d.h. ausgehend von einer einzigen (griech. “mono”) defekten Zelle, welche weitgehend unkontrolliert wächst.

Oft wird im Zusammenhang mit dem Multiplen Myelom auch von einem Plasmozytom gesprochen. Im Gegensatz zum MM ist das Plasmozytom ist ein isolierter Tumor, der aus monoklonalen Plasmazellen besteht. Operation und/oder Bestrahlung können diese Form eines bösartigen Plasmazelltumors heilen. Leider sind bei mehr als 50 % der Patienten mit Plasmozytom bereits bösartige Plasmazellen im Körper verteilt, so dass diese Patienten später meist an einem Multiplen Myelom erkranken.

Quelle: Patienten-Handbuch Multiples Myelom

 Das folgende Video erklärt, wie ein Multiples Myelom im Körper entsteht, was dabei genau passiert und welche Auswirkungen ein Multiples Myelom auf den Stoffwechsel hat.

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