Die Symptome beim Multiplen Myelom sind unspezifisch, z.B. treten Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Infektneigung auf. Bei den meisten Patient*innen macht sich die Krankheit durch Knochenschmerzen, überwiegend im Rücken, den Rippen und den langen Röhrenknochen bemerkbar. Von den ersten Krankheitssymptomen bis hin zur Diagnosestellung vergehen oft mehrere Monate.

Weitere mögliche Symptome sind eine Niereninsuffizienz. Auch können periphere Neuropathien auftreten. Hauptsymptome sind hier Sensibilitätsstörungen, z.B. ein Kribbeln oder eine gestörte Wahrnehmung der Temperatur an Händen und Füßen. Wiederholt berichten Patient*innen von schäumendem Urin, der durch eine vermehrte Ausscheidung von Eiweiß bei der Krankheit zustande kommt. Des Weiteren weist ein Teil der Betroffenen erhöhte Kalziumwerte im Blut auf. Rund 25% der Patient*innen sind bei der Diagnose beschwerdefrei.

Aufgrund dieser unspezifischen Symptome ist die Diagnose des Multiplen Melom äußerst schwierig.

Bei Verdacht auf Vorliegen eines Multiplen Myeloms müssen umfangreiche Untersuchungen durchgeführt werden.

Um die Diagnose eines Multiplen Myeloms zu stellen, müssen mindestens 10 % sogenannte monoklonale (gleichartige und einen bestimmten Antikörper oder dessen Teile produzierende) Plasmazellen in einer Knochenmark-Probe nachgewiesen werden. Häufig zeigt sich darüber hinaus ein monoklonales Protein (M-Protein) in der Blutprobe oder Leichtketten (Bence-Jones-Proteine) in der Urinprobe. Beide Proteine werden von Myelomzellen gebildet. Das M-Protein ist dabei der Anteil von monoklonalem Immunglobulin an der Gesamtheit der Immunglobuline. Als Bence- Jones-Protein werden die sogenannten Leichtketten der Immunglobuline bezeichnet, wenn diese im Urin gefunden werden. Nachgewiesen wird das M-Protein durch ein spezielles Laborverfahren, die sogenannte “Immunfixationselektrophorese”, quantifiziert wird es durch die “Protein-Elektrophorese”. 

Weitere Informationen zur Diagnose des Multiplen Myelom finden Sie hier: